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Veranstaltung

Donnerstag, 14.7.2022 um 19:00 Uhr, Robert-Havemann-Saal

Walter Benjamin – ein Aufklärer im 20. Jahrhundert

Vortrag und Diskussion

Veranstaltungsbild

Walter Benjamin, der sich 1940 auf der Flucht vor den Nazis das Leben nahm, gehört zu den einflussreichsten Denkern des 20. Jahrhunderts. Sein Werk ist längst im Kanon der Philosophie und Kulturwissenschaften angekommen, auch wenn er zu Lebzeiten weniger bekannt war und mit seinen unkonventionellen Essays nicht selten für Provokationen sorgte. In den frühen Tagen des Rundfunks war Benjamin häufig als Autor und Sprecher in diesem ersten Massenmedium tätig. Mit Bertold Brecht arbeitete er auch praktisch für die Sache des Proletariats, mit Theodor W. Adorno lotete er die Möglichkeiten einer kritischen Gesellschaftstheorie der Gegenwart aus. Theologie und Materialismus, Anschaulichkeit und Mystik prallen in Benjamins Arbeiten immer wieder aufeinander.

Anlässlich des 130. Geburtstags von Walter Benjamin, der am 15. Juli 1892 in Berlin zur Welt kam, führt Dr. Martin Mettin in dessen Denken und Werk ein. Im Zentrum stehen dabei Benjamins Rundfunksendungen für die Berliner Jugendstunde, an denen sich nicht nur die pädagogische Bedeutung seines Schaffens erhellt, sondern auch die Frage aufdrängt, wie sich heute mit Benjamin weiterdenken lässt.

Veranstaltende: Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte und Kurt Tucholsky-Buchhandlung