Logo HdDM

 Aktuelles

...vom 26.2.2021

Stellenausschreibung Geschäftsführender Vorstand

Aktuell
© Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte
Die „Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte“ ist eine gemeinnützige, juristisch selbständige Stiftung des bürgerlichen Rechts. Die Stiftung ist seit 1991 in Berlin tätig.

Sie versteht sich als politisch und zivilgesellschaftlich tätige Akteurin in der Bundesrepublik und besonders in dieser Stadt. Wir beabsichtigen die Einrichtung der Stelle eines geschäftsführenden Vorstandsmitgliedes (w/d/m), die gleichzeitig eine Wahlfunktion ist, zum Wunschtermin: 01. 04. 2021


Aufgabengebiet

• Organisationsentwicklung und Außenwirksamkeit

• Finanzverantwortung zusammen mit der Vorstandsvorsitzenden

• Strukturierung und Zusammenarbeit des Büros

• Hausbewirtschaftung und Werterhaltung des Hauses


Voraussetzungen

• Verbindung zum Haus

• Vision für Haus und Stiftung

• Grundlegende Übereinstimmung des Demokratieverständnisses mit den Grundsätzen der Stiftung (sh. Selbstverständnis der Stiftung)

• Fähigkeit und Wille zur kooperativen Zusammenarbeit mit den ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitgliedern und allen Mitarbeiter*innen sowie dem Kuratorium der Stiftung


Profil des/der Bewerber*in

Wir erwarten einen Menschen mit einem offenen politischen Verständnis, die oder der in der Lage ist, mit der Vielfalt der Positionen und Akteur*innen im Haus sensibel umzugehen und bereits praktische Erfahrungen in diesem Bereich und mit unterschiedlichen politischen Positionen gesammelt hat. Bewerbungen von Frauen/POC sind ausdrücklich erwünscht.

Wir bieten

• Vollzeitstelle (gegenwärtig 40 h/Woche), Gleitzeit, möglich sind x h im Homeoffice

• Anfangsgehalt: brutto 3.200 €/Monat, nach Beendigung der Probezeit 3.500 €

• Urlaub: anfangs 25 Arbeitstage, 5 Tage Woche

• Probezeit: 6 Monate mit Verlängerung um max. 6 Monate

Bitte senden Sie Ihre vollständigen Unterlagen (Lebenslauf, Motivationsschreiben, Zeugnisse, Arbeitsproben, frühestmöglicher Eintrittstermin) ausschließlich per E-Mail in einer Datei mit max. 1 MB an bewerbung@hausderdemokratie.de


Bewerbungsende: 15. 03. 2021


Profil

Firma: Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

Anschrift: Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin

Web: https://hausderdemokratie.de/

Facebook: https://www.facebook.com/hddum


Über uns

Ausgangspunkt und Arbeitsgegenstand der Stiftung ist das gleichnamige „Haus der Demokratie und Menschenrechte“, 1989 in der Friedrichstraße als Arbeitsort der Bürger*innenbewegungen im letzten Jahr der DDR entstanden. Heute befindet sich das Haus in der Greifswalder Straße 4 und ermöglicht Engagement für Bürger*innen- und Menschenrechtsarbeit. Entsprechend unserem Selbstverständnis arbeiten wir basisdemokratisch und dialogorientiert. Unser Prinzip ist nicht die Rationalität der Verwertung, sondern das der Verständigung.

Die Stiftung hat den Anspruch, Raum für gesellschaftspolitische Debatten in Berlin bereitzustellen. Ziel der Stiftung ist unter anderem die Bündelung von gesellschaftlicher Kompetenz, wie sie unter solidarischen Menschen entsteht.

Kontakt für Nachfragen:

Ansprechpartnerin: Dirk Wassersleben

Mail: bewerbung (a) hausderdemokratie.de

Telefon: 0173 6158316


Informationspflichten zur Erhebung Ihrer personenbezogenen Daten: Verantwortlicher für den Datenschutz bei Ihrer Bewerbung ist die Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte, 10405 Berlin, Greifswalder Str. 4 (Stiftung HdDM) Die Stiftung HdDM verarbeitet Ihre Daten zwecks Begründung eines Beschäftigungsverhältnisses auf Grundlage des Art. 6 (1) b Datenschutzgrundverordnung („DSGVO“) i.V.m. § 26 Bundesdatenschutzgesetz („BDSG“). Die Speicherdauer beträgt dabei sechs Monate gemäß Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz („AGG“), beginnend mit Abschluss Ihrer Bewerbung.

Im Zusammenhang mit der Verarbeitung Ihrer Daten setzt die Stiftung HdDM Dienstleister ein. Darüber hinaus findet eine Weitergabe Ihrer Bewerbung ausschließlich dann statt, wenn dies gesetzlich erforderlich ist oder Sie eingewilligt haben. Die Datenschutzbeauftragte der Stiftung HdDM können Sie unter der o.g. Postanschrift oder unter vorstand (a) hausderdemokratie.de erreichen. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie auf unserer website: https://hausderdemokratie.de/

...vom 18.2.2021

Ein Jahr nach dem 19. Februar in Hanau. Wir klagen an!

Aktuell
© Initiative 19. Februar Hanau
(Auszug aus: "Ein Jahr nach dem 19. Februar in Hanau. Kette des Versagens vor, in und nach der Tatnacht / zentrale offene Fragen. Link zum gesamten Text der Initiative 19. Februar Hanau »)

Einleitung:

Am 19. Februar 2021 wird es genau ein Jahr her sein, dass ein rechtsextremer Täter neun Menschen aus rassistischen Motiven erschossen hat. Zentrale Fragen zum Tatablauf wie auch zum Tathintergrund sind nach wie vor offen und eine Reihe neuer Widersprüche sind hinzugekommen.

Nicht zuletzt: Mitte Dezember wurde durch einen Artikel bei Spiegel Online öffentlich, wie die Behörden in Bezug auf den Vater des Rechtsterroristen in den Monaten nach der Tat erneut versagt haben. Dieser Text fasst den aktuellen Stand zusammen.

Teil 1: Vor dem Anschlag: Warum hat der Täter Waffenbesitzkarten erhalten? Warum reagierten die Staatsanwaltschaften nicht auf seine Anzeigen? Warum wurden frühere bewaffnete Vorfälle in Hanau-Kesselstadt nicht aufgeklärt? Damit verbunden ist die wichtigste Frage: Hätten die neun Morde am 19. Februar 2020 verhindert werden können?

Teil 2: In der Tatnacht. Entgegen der offiziellen Darstellungen, nach denen Polizei- und Rettungseinsätze wie auch Begleitung und Betreuung der Betroffenen nahezu optimal gelaufen seien, offenbart sich im realen polizeilich-behördlichen Vorgehen eine Mischung aus Überforderung, Ignoranz bis hin zu rassistischen Verhaltensweisen. Dazu kommt zumindest technisches Versagen bei der Erreichbarkeit der Hanauer Notrufnummern sowie unklare Abläufe beim Polizeieinsatz am Wohnhaus des Attentäters.

Teil 3: Das Versagen in den Tagen, Wochen und Monaten nach dem Anschlag. Das beginnt beim Umgang mit den Angehörigen bezüglich der Obduktionen der Opfer, geht weiter mit Gefährderansprachen, als der Vater des Täters zurückkehrt.

Teil 4: Der Vater. Vor dem Anschlag, in der Tatnacht und bis heute. Die Unfähigkeit oder Unwilligkeit der Behörden, angemessen mit rassistischen Anzeigen, Verhöhnungen und sogar Morddrohungen des Vaters des Täters umzugehen.

Im letzten Teil formulieren wir Forderungen - als Konsequenzen, von denen wir auch ein Jahr nach dem 19. Februar 2020 nahezu nichts sehen können.

Politiker reden von einer “Zäsur nach Hanau”, doch mit warmen Worte und leeren Versprechungen wird sich nichts verändern. Nur eine kritische und schonungslose Aufarbeitung mit konkreten Konsequenzen in der Praxis könnte zukünftig rassistische Mordtaten verhindern. „Wir wollen alles tun, damit sich der 19. Februar 2020 nie mehr wiederholt", sagen alle Angehörigen der Opfer und Überlebende gemeinsam. Mit Anklagen und öffentlichem Druck fortzufahren, ist unser einziger Weg, um die Hanauer Morde zu einem wirklichen Einschnitt zu machen und damit eine "Zäsur von unten" zu erzwingen.

(Auszug aus: "Ein Jahr nach dem 19. Februar in Hanau. Kette des Versagens vor, in und nach der Tatnacht / zentrale offene Fragen. Link zum gesamten Text der Initiative 19. Februar Hanau »)

...vom 5.2.2021

Die (Re)konstruktion der Welt Online-Konferenz, 12.-14. Februar 2021

Aktuell
© medico international e.V.

„Das Politische in unserer Zeit muss von dem Imperativ ausgehen, die Welt gemeinsam zu rekonstruieren. Damit die Idee der Entkolonialisierung in planetarischem Maßstab irgendeinen Wert hat, kann sie nicht von der Annahme ausgehen, dass ich reiner bin als mein Nachbar.“

Achille Mbembe


Die (Re)konstruktion der Welt.

Hilfe. Solidarität. Politik.

Online-Konferenz, 12.-14. Februar 2021

Viele Krisen fügen sich derzeit zu einer Weltkrise, die sich in der Corona-Pandemie verdichtet. Der Zerfall der alten Weltordnung und der suprastaatlichen Strukturen, das Eindringen der Ökonomie in jeden Winkel des Lebens, die Rückkehr einer autoritären Nationalstaatlichkeit, die Klimakrise und die Kapitulation der Politik – alle Symptome dieser Krise bringt das Virus auf ihren Punkt. Unausweichlich und handgreiflich wird die Weltkrise dort, wo das Überleben von Abertausenden, manchmal sogar Millionen Menschen an der Hilfe hängt, die ihnen gewährt oder verweigert wird. In welcher Welt leben wir, wenn Hilfe nur noch eine Weltordnung stabilisiert, die immer hilfsbedürftiger wird? Und: Was ist das für eine Welt, in der Hilfe nur noch Ausdruck der Unfähigkeit ist, sie anders und besser zu machen?

Hilfe muss heute schon Zeugnis von der Welt ablegen, die sie vorfindet und dabei sich und anderen Rechenschaft über die eigenen Erfahrungen und das eigene Tun ablegen. Wir wollen diese Erfahrungen politisch zur Diskussion stellen. Dabei kann es aber nicht nur um die Krise, es muss ihr stets auch um deren Lösung gehen: zumindest um Versuche einer Lösung. Von solchen Lösungsversuchen wissen wir immerhin, dass sie global sein müssen, Lösungsversuche für ausnahmslos alle, wenn sie gerecht und deshalb tragfähig sein sollen. Und die erste Frage, die von uns allen zu beantworten ist, ist die Frage nach den Möglichkeiten, eine Politik zu beenden, die das Ende von Politik bedeutet, weil sie die Bearbeitung der globalen Probleme aufgibt und Hilfe als Müllabfuhr für die globalen Verwüstungen des Kapitalismus instrumentalisiert.

Die Diskussion der in der Hilfe gesammelten Welterfahrung spürt die Anfänge einer erneuerten Politik in den Praktiken der Solidarität auf, die in den globalen Protesten für Klimagerechtigkeit, den transnationalen feministischen und antirassistischen Bewegungen, den lokalen Aufständen für Demokratie, Menschenrecht und ein würdiges Leben aufscheinen. Von dort her will unser Kongress „Die (Re)konstruktion der Welt“ das Verhältnis von Hilfe, Solidarität und Politik aus dem Versprechen bestimmen, das wir uns in der Erklärung der Menschenrechte selbst gegeben haben: Das Versprechen einer globalen und sozialen Ordnung, in der die uns allen zuerkannten Rechte voll verwirklicht wären.

Web: www.medico.de

...vom 29.1.2021

Onlineveranstaltungen zum Thema Verdrängung und Stadtumstrukturierung 02.02.-23.02.2021

Aktuell
© Regenbogenfabrik Block 109 e.V.

Gewerbe unter Druck

Di, 02.02.2021 20:00 Uhr

Die Regenbogenfabrik führt 4 Onlineveranstaltungen zum Thema Verdrängung und Stadtumstrukturierung durch. Die Veranstaltungen finden im Februar immer Dienstag um 20:00 Uhr statt.

Die erste Veranstaltung beschäftigt sich mit Gewerberäumen. Die Gewerbemieten steigen. Kleingewerbe werden verdrängt. Profitinteressen von Immobilienfirmen stehen über dem Interesse der Kieze. Doch es gibt immer mehr Gewerbe die sich wehren und den Kampf führen. Welche Möglichkeiten des Widerstands gibt es? Gibt es Möglichkeiten das Sterben von Kiezkultur aufzuhalten? Welche Perspektiven für die Zukunft gibt es?

In der Veranstaltung wollen wir mit dem Syndikat, Kisch & Co., und der Meuterei über deren Erfahrungen berichten und diskutieren. Durch Inputs von einem Anwalt und einem Aktivisten zur Gewerbemietrechtsreform wollen wir die Möglichkeiten des Widerstands besprechen und Aussichten in die Zukunft geben.


Weitere Veranstaltungen:

Wohnen als Profitanlage

09.02.21 20:00 Uhr

Gäste: Eigenbedarf kennt keine Kündigung, Zwangsräumung verhindern, Berliner Obdachlosenhilfe


Die Häuser denen, die sie brauchen

16.02.21 20:00 Uhr

Gäste: H48, Lause10/11, Hauskauf Friedelstr.


Der Kampf geht weiter ...

23.02.21 20:00 Uhr

Gäste: #besetzen(angefragt),Berlin vs. Amazon, Dt. Wohnen enteignen, wer hat der gibt (angefragt)


Link zur Teilnahme an der Onlineveranstaltung:https://bbb.extern.alt.coop/b/lud-dpj-gdj »

Link zum Audiostream: https://roach.fm/  »


Web: www.regenbogenfabrik.de

...vom 30.12.2020

Agrarindustrie abwählen! Aufruf zum Protest am 16. Januar 2021

Aktuell
© Kampagne Meine Landwirtschaft

Für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung, für Klimagerechtigkeit und globale Solidarität!

Eine gescheiterte EU-Agrarreform, Bankrotterklärungen in der Klimakrise und ein fatales Abkommen mit den Mercosur-Staaten – diese Agrarpolitik muss abgewählt werden! Das Landwirtschaftsministerium und die Bundesregierung hofieren die Agrarindustrie und schieben den Umbau der Landwirtschaft weiter auf. Doch im Superwahljahr 2021 entscheiden wir alle über die Zukunft von Landwirtschaft und Essen. Laut und entschlossen fordern wir im Januar einen echten Politikwechsel:

Vom Acker bis zum Teller – Agrar- und Ernährungswende jetzt!

Corona zeigt uns noch deutlicher, wie wichtig eine bäuerliche, nachhaltige Landwirtschaft und das regionale Lebensmittelhandwerk sind. Mit tagtäglicher harter Arbeit sichern sie unsere Ernährungssouveränität. Die Pandemie veranschaulicht aber auch die Probleme: Am Beispiel Tönnies sehen wir, wie die Industrie gewaltige Profite auf Kosten von Menschen, Tieren und Natur einfährt. Das macht uns sauer!

Schluss mit der Blockadehaltung im Agrarministerium!

Seit 15 Jahren macht das unionsgeführte Landwirtschaftsministerium knallharte Klientelpolitik für die Industrie. Das treibt zehntausende Höfe in den Ruin und lässt die Bäuer*innen auf den Kosten für den Umbau der Tierhaltung sitzen. Mit dem „Weiter so“ bei den pauschalen Flächensubventionen heizt Agrarministerin Klöckner das Höfesterben, die Klimakrise und das Insektensterben an. Das haben wir satt!

Essen ist politisch!

Wir sind die breite Bewegung, die für eine enkeltaugliche Agrar- und Ernährungspolitik auf die Straße geht. Deswegen kämpfen wir für den Erhalt der Höfe und artgerechte, flächengebundene Tierhaltung, für insektenfreundliche Landschaften und echten Klimaschutz, für globale Gerechtigkeit und gutes Essen für alle.

Web: www.wir-haben-es-satt.de

...vom 22.11.2020

„Fakten - Meinung - Mythen. Die DDR als Projektionsfläche!“ Online-Podiumsgespräch

Aktuell
© Robert-Havemann-Gesellschaft

Bei den Anti-Corona-Demonstrationen in Leipzig Anfang November wurde immer wieder ein Bezug zur Friedlichen Revolution von 1989 hergestellt und mit dem Slogan „DDR 89 – BRD 2020“ ein „Systemwechsel“ gefordert. Diese Gleichsetzung zeigt, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger der historischen Situation von damals entweder nicht bewusst sind oder sich für andere politische Zwecke instrumentalisieren lassen. Auch unter Berufung auf eine angeblich fehlende Meinungsfreiheit, die es wie im Herbst 1989 einzufordern gelte.

Aber nicht nur in punkto Meinungsfreiheit halten sich in Ost wie West noch immer hartnäckige Mythen über die DDR. Angeblich gab es dort keinen Antisemitismus, keine Kriminalität, keine Wohnungsnot, die beste Bildung, medizinische Versorgung für alle sowie überall soziale Gerechtigkeit und Solidarität. Diese und weitere Behauptungen werden renommierte Autorinnen und Autoren in einem Online-Angebot der Bundestiftung Aufarbeitung jetzt regelmäßig auf den Prüfstand stellen.

Zum Auftakt dieser Reihe diskutieren am Donnerstag, den 26.11.2020 von 18:00 bis 19:00 Uhr Antje Hermenau (Strategieberaterin und ehem. Politikerin) und Werner Schulz (DDR-Bürgerrechtler und ehem. Mitglied des Europäischen Parlaments 2009 – 2014) zu diesen Themen. Moderieren wird der WELT-Redakteur Sven Felix Kellerhoff. Das Gespräch wird als Livestream auf dem YouTube-Kanal der Bundesstiftung Aufarbeitung übertragen:

https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/livestream »

...vom 20.11.2020

SOLIDARITÄT IST NICHT GENUG – ES GEHT UM WIDERSTAND Demonstration - 25. November 2020 - Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen*

Aktuell
© iwspace

Aufruf von "International Women* Space":

Aufruf an alle Frauen*, Lesben, Trans* und Inter Personen für die revolutionäre Demonstration am 25. November

Wann: 25. November 2020 um 18:00 Uhr

Wo: Auswärtiges Amt, Werderscher Markt 1, 10117 Berlin

Überall auf der Welt sind Regierungen von imperialistischen Agenden geleitet, die Menschen zerstören. Diese Agenden sind Kolonisierung, Neoliberalismus, Embargopolitik, Grenzregime, Abschiebepolitik, und Extraktivismus und sie rauben Ressourcen von Land und Leuten, zwingen Siedlungen und Besetzungen auf und verursachen Vertreibung.

Menschen fliehen wegen der destruktiven Politik der weißen Vorherrschaft. Um es klar zu sagen: Weiße Vorherrschaft zerstört Leben im Namen der Menschenrechte, auf der einen Seite mit der Kriegs- und Rüstungsindustrie und auf der anderen Seite mit Lagern, Gefängnissen und blutigen Grenzen.

Wir glauben, dass der Kampf, die Selbstorganisation und die Selbstverteidigung von Frauen* unsere Stärke im Kampf gegen Faschismus, Patriarchat und Rassismus sind.

Wir werden weiterkämpfen und uns gegen alle Formen der strukturellen, politischen, sozialen und ökonomischen Gewalt und Ungerechtigkeit verteidigen. Schwesterliche* Solidarität reicht nicht aus.

Es geht um Widerstand. Nur der Widerstand wird den kolonialen Grenzen und der imperialistischen Agenda ein ENDE setzen.

Lasst uns organisiert sein.

Lasst uns kompromisslos sein.

Lasst uns große Träume haben.

Lasst uns aufstehen.

Unser Kampf ist die ganze Zeit da gewesen und verbindet uns um die ganze Welt. Wir stehen Hand in Hand, Schulter an Schulter zusammen. Denn der Kampf jeder Schwester* ist der Kampf aller Schwestern*. Eine andere Welt ist möglich.

Web: iwspace.de

...vom 19.11.2020

Gespräche zur Ausstellung »Revision: Peripherie als Ort - Das Hellersdorf-Projekt. Fotoserien von Helga Paris und Ulrich Wüst«

Aktuell
© Helga Paris

Vor über zwanzig Jahren organisierte Ulrich Domröse (scheidender Kurator für Fotografie an der Berlinischen Galerie) die Ausstellung »Peripherie als Ort – Das Hellersdorf-Projekt«, die erstmals in der nGbK in Kreuzberg gezeigt wurde. Nun präsentiert die nGbK noch einmal zwei der damals gezeigten Fotoserien – die Stadtaufnahmen von Ulrich Wüst sowie die Jugendlichen-Porträts von Helga Paris – in ihrer Zweigstelle station urbaner kulturen, in Hellersdorf. Die Arbeiten sollen erneut dem Publikum vorgestellt und diskutiert werden. Hinzu kommen ergänzende Werke beider Fotograf_innen.

Aufgrund der Maßnahmen zur Pandemie-Einschränkung ist die Ausstellung vorübergehend geschlossen. Als begleitprogramm gibt es Online-Veranstaltungen:

Die Veranstaltung findet Online statt (per Zoom).

Anmeldung bis 20. November, 16 Uhr unter: anmeldung@ngbk.de

Bitte geben Sie den Titel der Veranstaltung im Betreff der Email an.



Samstag, 21 NOV 2020

16:00-18.00

Gespräch mit Ulrich Domröse (Berlinische Galerie) und Urs Kohlbrenner (Planergemeinschaft Kohlbrenner) Vor über zwanzig Jahren organisierte Ulrich Domröse (scheidender Kurator für Fotografie an der Berlinischen Galerie) die Ausstellung »Peripherie als Ort – Das Hellersdorf-Projekt«, die 1999 erstmals in der nGbK in Kreuzberg und später vor Ort gezeigt wurde. Domröse lud u.a. die Künstler_innen Helga Paris und Ulrich Wüst ein: »Das Hellersdorf-Projekt entstand aus dem Bedürfnis heraus, die gegenwärtige Entwicklung am Beispiel von Hellersdorf zu reflektieren. Bei den Fotografien war deshalb eine Auffassung gefragt, die das Gesehene eher interpretiert als dokumentiert.«

Zeitgleich stellte der Stadtplaner und Architekt Prof. Urs Kohlbrenner das »Quartierkonzept Hellersdorf – Eine Großsiedlung wird zum Teil der Stadt« vor, das der ehemaligen DDR-Großsiedlung ein neues Gesicht geben sollte. Sowohl Domröse als auch Kohlbrenner arbeiteten für den gleichen Auftraggeber, die Wohnungsbaugesellschaft Hellersdorf (WoGeHe), die sich Ende der 1990er Jahre gegen den rapiden Imageverfall der ›Plattensiedlungen‹ im Osten Berlins mit Mitteln der Bildenden Kunst und der Stadtplanung zu erwehren suchte. Das geplante Gespräch soll diesen entscheidenden Moment insbesondere in Hinblick auf Gegenwart und Zukunft der Siedlungen rekonstruieren.

18:00-20.00

Gespräch mit Inka Schube (Sprengel Museum Hannover) und Wolfgang Kil (Kritiker / Architekt)

Inka Schube hat als Kuratorin für Fotografie am Sprengel Museum Hannover 2004 die erste große Retrospektive der Fotografien von Helga Paris sowie jüngst in der Akademie der Künste am Pariser Platz organisiert. Sie ist außerdem Herausgeberin des kürzlich beim Spector Verlag erschienenen Bildbands mit von ihr im Archiv Paris wiederentdeckten Aufnahmen des Leipziger Hauptbahnhofs. Ihre Ausstellung »Helga Paris Fotografie/Photography« wird vom Institut für Auslandsbeziehungen in der ganzen Welt gezeigt. Beim »Hellersdorfs-Projekt« hatte Inka Schube mitgearbeitet.

Wolfgang Kil studierte gemeinsam mit Ulrich Wüst in Weimar – Kil Architektur, Wüst Stadtplanung. Beide arbeiteten anfangs in ihren Professionen, gaben diese aber bald auf, da sie in der Technokratisierung des DDR-Urbanismus für sich keine Gestaltungsräume mehr erkennen konnten. Während Wüst sich auf die künstlerische Fotografie mit Schwerpunkt Stadtansichten konzentrierte, arbeitete Wolfgang Kil als Fotografie- und Stadtkritiker. Das geplante Gespräch soll sich den Besonderheiten der in der station urbaner kulturen ausgestellten Fotografien widmen.

Web: ngbk.de