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Aktuelle Ausstellung

vom 15.11.2022 bis 16.12.2022 im Foyer Robert-Havemann-Saal
Werktags von 10:00 Uhr bis 17:00, bitte kurz vorher bei der Verwaltung melden

Leere Versprechen für Hongkong – Die Unterdrückung der Demokratiebewegung

aktuelle Ausstellung
© Studio Incendo

Die Ausstellung „Leere Versprechen für Hongkong / Empty Promises for Hong Kong” zeigt die bedrohliche Lage der Demokratiebewegung in Hongkong im Jahre 2022 – 3 Jahre nach den Hongkong-Protesten 2019/20 und 25 Jahre nach dem ‚Handover‘ der ehemaligen britischen Kolonie an die chinesische Staatsgewalt. Das Versprechen „Ein Land, zwei Systeme“ wurde längst gebrochen, die Zusicherung von Demokratie und Menschenrechten in der Sonderverwaltungszone für 50 Jahre gilt bereits nach der Hälfte der Zeit nicht mehr.

Nach einer Wahlrechtsreform zugunsten des pro-chinesischen Lagers und der Verhaftung von Oppositionspolitikern und Dissidenten sind freie Wahlen nicht mehr möglich. Mit dem drakonischen Nationalen Sicherheitsgesetz für Hongkong und unter dem Vorwand der Pandemie-Bekämpfung von werden Presse-, Versammlungs- und Meinungsfreiheit immer weiter eingeschränkt. Bildungsreformen und die Verdrehung von Fakten sichern die Meinungshoheit der Kommunistischen Partei Chinas, während die Freiheitsbewegung Hongkongs zum Schweigen verurteilt ist.

Diese Ausstellung stellt sich dem entgegen und gibt Hongkongern eine Stimme. Entstanden in einem Netzwerk von Hongkongern und Mitstreitern aus Hongkong, Berlin und anderen Orten weltweit wird aufgezeigt, wie Demokratie und Freiheitsrechte in der asiatischen Metropole innerhalb kürzester Zeit ausgehöhlt wurden. Faktenbasiert wird in den Räumlichkeiten des Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte dargelegt, wie die in leeren Versprechen zugesicherte Rechte heute systematisch verwehrt werden.

Eine Lennon Wall, eine in Hongkong weitverbreitete Form von Kommunikation mit Post-it-Zetteln und Protestkunst, gibt Besuchern die Möglichkeit, Nachrichten an die Hongkonger Demokratiebewegung zu schreiben und eigene Überzeugungen kundzutun. Im Laufe der Ausstellungszeit stattfindende Veranstaltungen erlauben einen lebendigen Austausch direkt mit Hongkongern und über Hongkong.

Veranstaltende: Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

Veranstaltungen im Rahmen dieser Ausstellung:

Montag, 5.12.2022 um 19:00 Uhr, Robert-Havemann-Saal

Hongkonger*innen im Exil

Filmvorführung & Gespräch

Veranstaltungsbild
Konfrontiert mit zunehmendem Verlust von Freiheitsrechten in ihrer Heimat, wählen viele Hongkonger*innen das Exil. Manche fliehen vor politische Verfolgung, andere sehen für ihre Kinder keine Zukunft in der vermeintlich autonomen Region Hongkong. Zahlreiche Aktivist*innen führen ihre politische Arbeit im Ausland fort, während für ...


Freitag, 16.12.2022 um 19:00 Uhr, Robert-Havemann-Saal

Finissage und Film „Decameron“

Finissage und Filmvorführung

Veranstaltungsbild
Der Dokumentarfilm „Decameron“ (2021) der Hongkonger Regisseurin und Produzentin Rita Hui zeigt ein zeitgenössisches Porträt der Metropole. Mit einer Kombination aus Fiktion, Archivmaterial und aktuellen Bildern skizziert Rita Hui ein beschädigtes Hongkong, das trotz unterdrückter Massenproteste und der Covid-19 Pandemie ...


Letzte Ausstellung

vom 7.10.2022 bis 7.11.2022 im Foyer Robert-Havemann-Saal

Der kurze Herbst der Utopie 1989

aktuelle Ausstellung
© Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte
Mit jedem Jahr wird die DDR grauer, ihr Ende unabwendbarer und die Ereignisse von 1989 eindeutiger. Kerzen – Demos – Mauerfall und das war dann auch schon alles? Oder war da noch was? Die 1999 realisierte Ausstellung „Der kurze Herbst der Utopie“ geht von genau dieser Fragestellung aus, wenn sie den utopischen Moment des Herbstes 1989 in den Mittelpunkt stellt.

Denn nachdem vorher jahrzehntelang nichts ging und danach nicht mehr allzu viel, gab es diese Zwischenphase, diesen kurzen Augenblick in dem so vieles möglich schien. Dieser Moment steht im Mittelpunkt der Ausstellung, mit all seinen Besonderheiten. Schwerpunkte der Ausstellung bilden die Geschichte der oppositionellen Gruppen, das Verhältnis zur Ausreise-Bewegung, die Entwicklung der Demonstrationen sowie die Haltungen zur SED und zum Staatsapparat. Wer archiviert, dokumentiert und dominiert das "Wendegedächtnis"?

Gestaltet und konzipiert wurde die Ausstellung von Menschen und Gruppen, die selbst '89 engagiert und streitbar Geschichte (mit-)gemacht haben. Sie basiert daher nicht nur auf allgemein zugänglichen Archivmaterialien, sondern ergänzt diese durch Originaldokumente, Fotos und authentische Arbeitsmittel der Opposition, wie Samisdat und Flugblätter. Deutlich werden soll vor allem der Widerspruch zwischen dem zentralen Resultat der Entwicklung, dem Beitritt zum Geltungsbereich des Grundgesetzes, und den Motiven der Protagonist*innen von 1989.

Die Ausstellung ist Teil der öffentlichen Auseinandersetzung um die Darstellung und Beurteilung der DDR und ihres Endes. Die Vertreter*innen der DDR-Opposition wurden im Vereinigungsprozess politisch marginalisiert; doch lohnt gerade vor dem Hintergrund ihrer anfänglichen Erfolge wie auch ihres Scheiterns eine unaufgeregte Erinnerung an ihre Arbeit. Ziel ist ein ebenso unsentimentales wie vorläufiges Resümee der Ereignisse von 1989.

Web: hausderdemokratie.de

Veranstaltende: Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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