Logo HdDM

Aktuelle Ausstellung

vom 26.9.2022 bis 3.10.2022 im Foyer Robert-Havemann-Saal
Werktags von 10:00 Uhr bis 17:00, bitte kurz vorher bei der Verwaltung melden

PosConflicto: Zur Situation in Kolumbien. Alle Kriege enden, Frieden ist möglich

aktuelle Ausstellung

In Kolumbien konkurriert die überwältigende Diversität der Natur mit der Vielfalt des Grauens. Als Teil des 2016 von der Regierung und der FARC unterzeichnetes Havanna-Abkommens gab die Wahrheitskommission bekannt, dass in dem 50jährigen Krieg 450.666 Menschen getötet, ca. 8 Millionen Menschen Opfer von Vertreibung sowie 50.770 Menschen entführt und gefoltert wurden. Besonders schändlich daran ist, dass 8 von 10 Menschen, die von der Armee getötet wurden, Zivilisten waren.

Leider ist der bewaffnete Konflikt zwischen der Regierung und der FARC nicht der einzige, der in dem südamerikanischen Land Wunden hinterlassen hat. Es sind unterschiedliche Akteure, die in Konflikten miteinander stehen: Paramilitärische Gruppen und einheimische Gemeinschaften; multinationale Drogenbanden und die nationale Armee. Der Dschungel ist durch den illegalen Handel mit Tieren, Pflanzen und Menschen ein ständiger Schauplatz der Gewalt. Aber nichts besiegt die Kraft des Lebens und die Hoffnung, die viele Kolumbianer*innen bewegt.

Die Geschichten der Serie handeln von Menschen, die Produktivität und die Entwicklung ihrer eigenen Unternehmen als Ausweg aus der Gewalt genommen haben. Ob Opfer oder Täter*innen, ehemalige Kokabäuer*innen oder Drogenschmuggler*innen – die Protagonist*innen der Episoden, die am 19. und 26. September im Haus der Demokratie in Berlin gezeigt werden, teilen den bewundernswerten Geist, wie man zweite Chancen nutzt.

Veranstaltende: Centro de Empredimiento, Colegio Biligue José Max Léon

19. September | 19h | VERNISSAGE: FILMABEND & DISKUSSION | WELTPREMIERE

Smaragde, Kokain und Kakao (1. Teil der Serie)

Zu der Vernissage der Fotoausstellung „PosConflicto“ wird der erste Teil der Serie gezeigt. Bäuer*innen aus dem Departement Boyacá in Zentral-Kolumbien beschließen, Koka- und Mohnkulturen durch den Anbau von Kakao, zu ersetzen und so ein neues und legales Leben aufzubauen. Kakao gilt als Produkt des Friedens. Mit ihrem schnellen Wachstum auf dem Markt hoffen sie, so schnell wie möglich in die ganze Welt exportieren zu können. Anschließend gibt es eine Diskussion mit dem Drehteam.

26. September | 19 h | FILMABEND & DISKUSSION

Cananarí: Worte der Versammlung (2. Teil der Serie)

Die Nachkriegszeit hat es den indigenen Gemeinschaften des kolumbianischen Amazonas ermöglicht, einen bewussten, nachhaltigen und respektvollen Tourismus zu entwickeln. Dieser Prozess war jedoch nicht einfach. Der illegale Bergbau hat das Mandat der angestammten Behörden ignoriert und heilige Stätten ohne Genehmigung übernommen. Die Spannungen zwischen lokalen Unternehmern, Geschäftsverbänden der Ureinwohner*innen, nationalen Behörden und Tourist*innen sind das zentrale Thema des Dokumentarfilms.

Der dritte Deal (3. Teil der Serie)

Vor 25 Jahren unterzeichneten die Ureinwohner*innen der Nasa We‘sx-Gemeinde in der Nähe des Natuonalparks Nevado del Huila einen Friedensvertrag mit der FARC. Viele Initiativen sind daraus entstanden. Ein Beispiel dafür ist die Planadas Ecological Producers Association (ASOPEP), die Premium-Kaffee ohne private oder staatliche Zwischenhändler an mehr als 35 Kunden außerhalb Kolumbiens exportier. Die Gewinne werden an die Gemeinschaft überwiesen. Anschließend gibt es eine Diskussion mit dem Drehteam und den Aktivist*innen über mögliche Auswege aus einer Konfliktgesellschaft und die weiteren Arbeiten an der Dokuserie.

Veranstaltende: Centro de Empredimiento, Colegio Biligue José Max Léon

Letzte Ausstellung

vom 1.7.2022 bis 26.8.2022 im Foyer Robert-Havemann-Saal

Horizonte - Arbeiten aus dem Druckgraphik-Atelier

Ausstellung

aktuelle Ausstellung   mehr Infos ▶  
vom 1.7.2022 bis 26.8.2022 im Foyer Robert-Havemann-Saal

Horizonte - Arbeiten aus dem Druckgraphik-Atelier

Ausstellung

aktuelle Ausstellung

Unter dem Titel „Horizonte“ zeigt das Druckgraphik Atelier über 40 Arbeiten von 10 verschiedenen Künstler*innen im Haus der Demokratie und Menschenrechte. Darunter finden sich auch Werke des mehrfach ausgezeichneten expressionistischen Grafikers und Zeichners Ralf Hentrich.

Einen Einblick in die Vielfalt dieser zu Beginn des 15. Jahrhunderts geschaffenen analogen Wunderwelt der Druckgrafik gewährt die aktuelle Zusammenstellung. Sie reichen von der klassischen Kaltnadel-Radierung, deren manuelle Kraft besticht, über malerisch anmutende Aquatinta und leichtfüßigen Flachdruck — die Lithographie — bis hin zur Cyanotypie, durch die schließlich auch die Brücke zur analogen Photographie geschlagen wird. Die Ausstellenden experimentieren dabei exzessiv mit farblichen Wirkungen wie mit technischen Kreuzungen und Neuerungen. Thematisch befassen sich die Arbeiten mit unterschiedlichsten Ansätzen. Detaillierte Studien von Insekten, architektonisch anmutende Formsprache, irritierende Größenverhältnisse, überirdisch wirkende Kompositionen oder frei gelöste Abstraktion.

Weitere Informationen und Einblicke:

Website: https://druckgraphik-atelier.de

Instagram: https://www.instagram.com/druckgraphik_atelier

Veranstaltende: Druckgraphik-Atelier und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

 zurück zur Übersicht