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Kommende Ausstellung

vom 7.3.2022 bis 30.4.2022 im Foyer Robert-Havemann-Saal
Werktags von 12:00 Uhr bis 15:00, bitte kurz vorher bei der Verwaltung melden

Zwischen ewiger Jugend und Vergänglichkeit. Frauendarstellungen auf französischen Friedhöfen

Friedhofsfotografie

kommende Ausstellung
© Yvonne Schwarz / Semiramis PhotoArt

In voller Kraft und Schönheit ihrer Jugend strahlend schmücken Frauenfiguren seit dem 19. Jahrhundert verstärkt die Gräber wohlhabender Verstorbener in Europa. Die Frau, die seit dem 14. Jahrhundert in der christlichen Kunst als Metapher für die menschliche Vergänglichkeit verwendet wird, steht dabei im drastischen Kontrast zu dem sie umgebenden, den Tod vergegenständlichen Grab. Mehr noch als eine Darstellung des Kontrasts von Leben und Tod kann diese Darstellung aber auch als eine Verschlüsselung der beiden von Sigmund Freud zusammen gedachten Triebe von Eros und Thanatos gelesen werden. Die (zumeist) männlichen Künstler haben im 19. und 20. Jahrhundert das Motiv der Trauernden stark erotisch aufgeladen, indem sie bei ihren Darstellungen Kleidungsstücke verrutschen oder die weiblichen Brüste ganz unbedeckt liessen. Manch einer konzentrierte sich auch lediglich auf einen kopflosen, weiblichen Rumpf. Bei den Statuen handelt sich dabei durchgehend um junge Frauen, die dem jeweiligen Schönheitsideal ihrer Zeit entsprechen. Die Darstellung von Weiblichkeit auf (christlichen) Friedhöfen ist damit auch ein Spiegel für den gesellschaftlichen, männlich-geprägten Blick auf Frauen und lädt zum Reflektieren über Sepulkralkultur ein.

Die Fotokünstlerin Semiramis dokumentiert seit mehreren Jahren die (erotisierte) Darstellung von Frauen auf Friedhöfen. Gerade die Pariser Friedhöfe, wo im 19. Jahrhundert die künstlerische Gestaltung des eigenen Grabes zu einem Statussymbol wurde, ist sie häufig fündig geworden, aber auch in anderen europäischen Groß- und Kleinstädten hat sie Motive eingefangen.

Infos zur Künstlerin:

Website: https://www.semiramis-photoart.de

Facebook: https://www.facebook.com/Mlle.YvonneSchwarz

Instagram: https://www.instagram.com/semiramisphotoart/

Web: www.semiramis-photoart.de

Veranstaltende: Semiramis PhotoArt

Veranstaltungen im Rahmen dieser Ausstellung:

Montag, 7.3.2022 um 18:30 Uhr, Robert-Havemann-Saal

Frauendarstellungen in der Sepulkralkultur

Vernissage

Veranstaltungsbild
Dem klassischen Totentanzmotiv entnommen erlebt die Darstellung der Trauernden in der christlichen Sepulkralkultur im 19. und 20. Jahrhundert eine stark erotische Konnotation. Parallel zur literarischen Entwicklung – gerade in Frankreich verbunden mit Autoren wie Charles Baudelaire – werden Tod und Erotik im Sinne von Eros und ...


Letzte Ausstellung

vom 11.11.2021 bis 30.11.2021 im Foyer Robert-Havemann-Saal

Der kurze Herbst der Utopie 1989

Ausstellung

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vom 11.11.2021 bis 30.11.2021 im Foyer Robert-Havemann-Saal

Der kurze Herbst der Utopie 1989

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aktuelle Ausstellung

Mit jedem Jahr wird die DDR grauer, ihr Ende unabwendbarer und die Ereignisse von 1989 eindeutiger. Kerzen – Demos – Mauerfall und das war dann auch schon alles? Oder war da noch was? Die 1999 realisierte Ausstellung „Der kurze Herbst der Utopie“ geht von genau dieser Fragestellung aus, wenn sie den utopischen Moment des Herbstes 1989 in den Mittelpunkt stellt.

Denn nachdem vorher jahrzehntelang nichts ging und danach nicht mehr allzu viel, gab es diese Zwischenphase, diesen kurzen Augenblick in dem so vieles möglich schien. Dieser Moment steht im Mittelpunkt der Ausstellung, mit all seinen Besonderheiten. Schwerpunkte der Ausstellung bilden die Geschichte der oppositionellen Gruppen, das Verhältnis zur Ausreise-Bewegung, die Entwicklung der Demonstrationen sowie die Haltungen zur SED und zum Staatsapparat. Wer archiviert, dokumentiert und dominiert das "Wendegedächtnis"?

Gestaltet und konzipiert wurde die Ausstellung von Menschen und Gruppen, die selbst '89 engagiert und streitbar Geschichte (mit-)gemacht haben. Sie basiert daher nicht nur auf allgemein zugänglichen Archivmaterialien, sondern ergänzt diese durch Originaldokumente, Fotos und authentische Arbeitsmittel der Opposition, wie Samisdat und Flugblätter. Deutlich werden soll vor allem der Widerspruch zwischen dem zentralen Resultat der Entwicklung, dem Beitritt zum Geltungsbereich des Grundgesetzes, und den Motiven der Protagonist*innen von 1989.

Die Ausstellung ist Teil der öffentlichen Auseinandersetzung um die Darstellung und Beurteilung der DDR und ihres Endes. Die Vertreter*innen der DDR-Opposition wurden im Vereinigungsprozess politisch marginalisiert; doch lohnt gerade vor dem Hintergrund ihrer anfänglichen Erfolge wie auch ihres Scheiterns eine unaufgeregte Erinnerung an ihre Arbeit. Ziel ist ein ebenso unsentimentales wie vorläufiges Resümee der Ereignisse von 1989.

Die Veranstaltung wird unter der Einhaltung der 2-G-Regelung stattfinden - Einlass nur mit Impfpass oder Genesenenausweis (Grünem Pass).

Veranstaltende: Haus der Demokratie und Menschenrechte

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