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Das Haus der Demokratie und Menschenrechte in der Berliner Greifswalder Straße 4 führt erstmals die Bürgerbewegung Ost und die Menschenrechtsbewegung West unter einem Dach arbeitend zusammen. Es steht als zentraler Arbeitsort für Idee und Praxis der Bürgerbewegung in Deutschland allen verwandten Initiativen und Nichtregierungsorganisationen offen.

Im Dezember 1989 ist das Haus in der Friedrichstraße 165 aus dem Parteienvermögen der SED den ostdeutschen Bürgerbewegungen vom Zentralen Runden Tisch der DDR übergeben worden. Wir benannten es um zum "Haus der Demokratie". Fast zehn Jahre später – nach einem langen Streit um die Klärung der Eigentumsverhältnisse und nach einer politischen Entscheidung der Parteivermögenskommission gegen das Haus – erfolgte im Herbst 1999 der Umzug in die Greifswalder Straße 4 und der Neubeginn im doppelt so großen "Haus der Demokratie und Menschenrechte". Tausend Meter vor dem Alexanderplatz liegt es jetzt genau an der Grenze zwischen den Bezirken Prenzlauer Berg, Mitte und Friedrichshain.

Die Gründungsorganisationen von 1989 und die nachfolgenden Gruppen im Haus eint die Überzeugung, dass politische Selbstbestimmung der Bürgerinnen und Bürger auch außerhalb der Parteien und Parteistrukturen ausgeübt und gefördert werden muss.

Das Engagement für die Menschenrechte im weitesten Sinne – für die individuellen Freiheitsrechte, das Recht auf ökologische Unversehrtheit, die Rechte der benachteiligten 2/3 Welt, die zunehmend in Bedrängnis geratenden sozialen Menschenrechte, und nicht zuletzt das Recht der Bürgerinnen und Bürger auf direkte Einmischung in die politischen Entscheidungsprozesse – stellt das einigende Band dar, welches die unterschiedlichen Organisationen und Initiativen im Haus der Demokratie und Menschenrechte in eine Beziehung zueinander setzt.

Bürgerbewegungen arbeiten basisdemokratisch und dialogorientiert. Ihr Prinzip ist nicht die Rationalität der Verwertung, sondern die der Verständigung. Die Bündelung gesellschaftlicher Kompetenz, wie sie unter solidarischen Menschen entsteht, ist die wichtigste Kraft, die sie staatlicher oder privater Herrschaft entgegenstellen. Ihre Gewaltlosigkeit und Dialogfähigkeit in der politischen Auseinandersetzung entspringt der Überzeugung, dass die angewandten Mittel den angestrebten Zielen entsprechen müssen. Dabei eint die in unserem Hause arbeitenden Gruppen die Auffassung, dass die Propagierung faschistoider, diktatorischer, sexistischer und rassistischer Ideen intolerabel ist. Sie betonen daher ihre Solidarität mit den Opfern solcher Angriffe und ihre Absicht, diesen und den Betroffenen von sozialer Diskriminierung ihre tätige Unterstützung anzubieten.

Das Haus der Demokratie und Menschenrechte wird auch in Zukunft eine Denkwerkstatt, ein Ort des Dialogs, des Engagements für die Menschenrechte und der Arbeit für mehr Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger an den Entscheidungen des Gemeinwesens sein. Es ist öffentlicher Raum für die notwendige Gegenöffentlichkeit im gemeinsamen Prozess der deutschen und europäischen Einigung.

 

 

Veranstaltungen

Fr, 23. 06. um 18:30

Soziale Kämpfe in Ostdeutschland zwischen 1990 und 1994

Ein Überblick von Bernd Gehrke (AK Geschichte Publizist)

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Sa, 24. 06. um 10:00

Ostwind. Soziale Kämpfe gegen Massenentlassungen und Betriebsschließungen in Ostdeutschland 1990 bis 1994

Tagung

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Sa, 24. 06. um 14:00

Sichere E-Mailkommunikation

Workshop zur E-Mailverschlüsselung mit PGP für Einsteiger

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