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Hier finden Sie unsere aktuellen Veranstaltungen. Soweit nicht anders gekennzeichnet, ist der Eintritt frei. (Uns ist allerdings noch nie zu Ohren gekommen, dass Spenden abgelehnt worden wären...)


Samstag, 27. 05. um 11:00 | Robert-Havemann-Saal und Foyer

„Sind wir noch zu retten?
Heutige Herausforderungen und die UN-Nachhaltigkeitsziele“

Oekumenischer Ratschlag

Oekumenischer-Ratschlag-Berlin-Logo-GFS-Auf dem Oekumenischen Ratschlag in Berlin soll beraten werden, ob der konziliare Prozess durch die von den Vereinten Nationen beschlossenen Ziele nachhaltiger Entwicklung und umgekehrt die nachhaltige (deutsche und globale) Entwicklung durch den Konziliaren Prozess neue und wichtige Impulse erhalten kann.

Der Ratschlag möchte dazu beitragen, die SDGs aus der Perspektive des konziliaren Prozesses in die öffentliche und speziell auch kirchliche Diskussion zu bringen.
Hilfreich dazu können auch die bisherigen Resultate der Akademie Solidarische Oekonomie sein.

Der Konziliare Prozess hat sich zu einer weltweiten Bewegung entwickelt, die Konsultationen und Studien zu zahlreichen Unterthemen hervorgebracht hat. Die wichtigsten Ziele: Eine unter Mitwirkung der Betroffenen gestaltete Wirtschaft im Dienst des Lebens, Schutz der Gemeingüter, angefangen bei Wasser, Wissen, Luft und Boden, Ausbau und Verbindlichkeit der Menschenrechte, Ausbau von Friedens- und Mediationsdiensten, Änderung der Lebensstile. Das sind Bausteine eines gerechten Friedens.

Die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) sind erfreulicherweise ein gutes Stück deckungsgleich mit den Zielen des Konziliaren Prozesses. Doch hat die Zusammenarbeit zwischen Regierungsvertretern, Konzernen und Zivilorganisationen bei der Formulierung des 38-Seiten-Papiers deutliche Spuren hinterlassen. Es ist ein Kompromisspapier. Dennoch können die SDGs, wenn sie kritisch betrachtet werden, nicht nur auf globaler Ebene, sondern auch auf lokaler Ebene der notwendigen großen Transformation unserer Produktions- und Konsummuster neue Impulse geben. Dazu braucht es geeignete Kommunikationsprozesse, Bildungsmaterialien und Anstöße in Kirchenleitungen, Initiativen und Gemeinden. Wir sehen eine große Chance darin, dass sich bestehende und neu zu bildende ökumenische Initiativen, Gemeinden und Kirchenleitende Gremien in die kommunalen Nachhaltigkeitsprozesse im Rahmen der „Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie“ einbringen. Dabei sollte mit den vom Rat für Nachhaltige Entwicklung geschaffenen „Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeit“ (RENN), die in jedem Bundesland vertreten sind, zusammengearbeitet werden (www.RENN-Netzwerk.de). RENN-VertreterInnen werden beim Ratschlag am Samstag, den 27. Mai 2017 (Samstag des Kirchentags) von 11:00 – 17:30h im Haus der Demokratie, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin, teilnehmen.

Vorgesehen sind Impulsreferate zu „11:15 h: Sind wir noch zu retten? Heutige Herausforderungen und die UN-Nachhaltigkeitsziele“ von Dr. Wolfram Stierle (BMZE) und Dr. Maja Göpel (Wuppertal Institut). Außerdem eine Analyse zu den Widerständen gegen die Umsetzung der SDGs und ihre Überwindung. Am Nachmittag dann Gruppenarbeit zur Vertiefung der Impulsreferate und zur Arbeit Regionaler Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN).

Anmeldung unter E-Mail-Adresse „Anmeldung-Oekumenischer-Ratschlag-2017-Berlin@ecunet.de“

Kontakt: Stiftung Oekumene, Lindenspürstr. 30, 70176 (bis 18. Mai 2017), www. oekumenischer–ratschlag.de

Veranstalter: Ökumenische Initiativgruppe Eine Welt (OEIGEW)

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Montag, 29. 05. um 16:30 | Robert-Havemann-Saal

The Apology

Filmvorführung mit Frau Gil Won-ok und Diskussion

Gil-Won-ok-vor-Friedensmauer-Sued-KoreaIn dem Film „The Apology“, dem Gewinner des Preises „Bester Dokumentarfilm“ auf den Internationalen Filmfestspielen Busan 2016, werden drei ehemalige „Trostfrauen“ aus China, Korea und den Philippinen porträtiert. Eine von ihnen ist Gil Won-ok, die nun im Alter von 91 Jahren nach Berlin reist. Sie gehörte zu den 200.000 Mädchen und jungen Frauen, die von der japanischen Armee während des Zweiten Weltkriegs für die japanischen Kriegsbordelle systematisch verschleppt und oft über mehrere Jahre hinweg sexuell versklavt wurden.
Lange schwiegen sie aus Scham über ihre Vergangenheit. Doch nun, 70 Jahre nach Kriegsende, wünschen sich Frau Gil aus Korea, Frau Cao aus China und Frau Adela von den Philippinen eine aufrichtige Entschuldigung für das ihnen zugefügte Leid. Mit dem Wissen, dass Ihre Lebenszeit begrenzt ist, möchten Sie nun aus erster Hand von ihren Erfahrungen und der Wahrheit berichten, um sicherstellen zu können, dass dieses schreckliche Kapitel in der Geschichte nicht in Vergessenheit gerät.
Der Film zeigt die Geschichte und Kämpfe, die das Leben dieser Frauen geprägt haben. Szenen aus dem Alltag der Frauen und Interviews mit Tiffany Hsiung (selbst eine Betroffene von sexuellen Übergriffen) geben direkte Einblicke in die traumatischen Erfahrungen der Überlebenden und deren Mut, nicht aufzugeben. Egal ob sie eine formelle Entschuldigung der japanischen Regierung anstreben oder endlich den Entschluss gefasst haben, ihre Geschichte mit ihren Liebsten zu teilen, jede von ihnen hofft, die künftigen Generationen auf einen Kurs der Versöhnung, Heilung und Gerechtigkeit zu leiten.

Film: „The Apology“, OmU auf Englisch, 104 Minuten, Regie: Tiffany Hsiung, 2016
Veranstaltungssprache: Koreanisch-Deutsch


Anschließend an die Filmvorführung freuen wir uns auf ein Büffet koreanischer Speisen.

Veranstalter: Die AG „Trostfrauen“ im Korea Verband e.V. Berlin, Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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Montag, 29. 05. um 19:00 | Seminarraum I (Vorderhaus, 1. OG)

Südkorea – Antimilitarismus und Kriegsdienstverweigerung in einem geteilten Land

Vortrag und Diskussion

bild-VA-SuedkoreaKorea ist ein geteiltes Land. Die seit Ende des Koreakrieges 1953 bestehenden Spannungen mit Nordkorea sorgen auch in Südkorea für eine hohe Militarisierung. Das Land hält bei 50 Millionen Einwohnern eine Armee von 650 000 Männern und Frauen und hat damit die fünftgrößte Armee der Welt. Zugleich ist Südkorea eine wirtschaftliche Macht in Ostasien und Verbündeter der USA. Alle Männer sind wehrpflichtig und müssen zwischen 21 und 24 Monaten Militärdienst ableisten. Wer sich dem entgegenstellt, zahlt einen hohen Preis.
Derzeit sind etwa 400 Kriegsdienstverweigerer in Südkorea in Haft. Sie werden in der Regel zu 18 Monaten Gefängnisstrafe verurteilt. So erging es auch Myungjin Moon, der aus pazifistischen Gründen verweigerte. Auf den Veranstaltungen wird er für die Organisation World Without War über die Arbeit gegen Militär und für Menschenrechte berichten.
Myungjin Moon verweigerte 2010 den Kriegsdienst und war 15 Monate inhaftiert. Sein Fall wurde von Amnesty International aufgegriffen. Er ist aktiv in der in Seoul ansässigen Organisation World Without War, die sich für Gewaltfreiheit und Kriegsdienstverweigerung einsetzt.

Veranstalter: Connection e.V., Korea-Verband e.V., Internationale der Kriegsdienstgegner/innen - IDK, Deutsche Ostasienmission e.V., Förderung durch Ev. Mission in Solidarität (EMS). ViSdP: Rudi Friedrich

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Donnerstag, 01. 06. um 18:00 | Robert-Havemann-Saal und Foyer

Berlin macht mobil! - Schaffen wir die Verkehrswende?

Diskussionsveranstaltung

1-mai-berlin-21Wir laden herzlich ein zur Diskussionsveranstaltung über eine nachhaltige Verkehrswende in Berlin, die sich die neue Koalition auf die Fahnen geschrieben hat.

Fußgänger und ÖPNV: Fußverkehrsstrategie, Ausbau ÖPNV, insbesondere Straßenbahn

Fahrradstadt Berlin: Fahrrad-Volksentscheid, Mobilitätsgesetz

Intermodale Mobilität: Intermodalität in der Praxis, ÖPNV, Bike- und Car-Sharing, E-Mobilität

Gemeinsam mit Vertreter*innen von Verkehrsinitiativen und den verkehrspolitischen Sprecher*innen von Rot-Rot-Grün wollen wir diskutieren, ob der Senat seine im Koalitionsvertrag gesetzten Ziele erreichen und wie die Transformation zu einer nachhaltigen Mobilität in Berlin gelingen kann.

Programm:

18.00 Begrüßung

18.15 Einführung aus der sozialwissenschaftlichen Mobilitäts- und Innovationsforschung

Dr. Weert Canzler, WZB/InnoZ/Euref-Campus

18.45 Podiumsdiskussion mit späterer Einbindung des Publikums mit Vertreter*innen von Mobilitätsinitiativen und den Regierungsfraktionen aus dem Abgeordnetenhaus

Fuß e.V. für Fußverkehr und ÖPNV // N.N.
Volksentscheid Fahrrad/Netzwerk Lebenswerte Stadt e.V. // Lena Osswald
Verkehrsclub Deutschland, VCD // N.N.
Grüne // Stefan Gelbhaar
SPD // Tino Schopf
Linke // Harald Wolf

Für eine bessere Planung des Abends bitten wir um Anmeldung bis 26. Mai unter info@berlin21.net

Wir freuen uns auf einen konstruktiven und unterhaltsamen Abend mit Euch und Ihnen.

Veranstalter: RENN.mitte

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Freitag, 02. 06. um 12:00 | Robert-Havemann-Saal und Foyer

FormiertEuch

BPoC-Hochschulkonferenz

Poster_formiertEuch_Druck-1-Raum für Austausch
Selbstorganisation
Wissenschaft(en) dekolonisieren
Antidiskriminierungsarbeit

FormiertEuch ist eine studentische Initiative, die vom 02 – 04 Juni 2017 eine BPoC-Hochschulkonferenz (Black / People of Color) in Berlin organisiert. Im September letzten Jahres fand die erste BPoC-Hochschulkonferenz bereits in Berlin statt. Die Konferenz adressiert die studentischen Interessen von marginalisierten Menschen im Hochschulkontext.
Die bundesweite Initiative Formiert Euch setzt sich gemeinsam für die Schaffung hochschulunabhängiger Antidiskriminierungsstellen ein. Denn auch wenn einige Universitäten um den strukturellen Ausgleich im Bildungssystem bemüht sind, gibt es keine ausreichenden Anlaufstellen für Personen die von intersektionaler Diskriminierung betroffen sind.

Anmeldung & weitere Infos unter: t @formiertEuch f #FormiertEuch Hochschulkonferenz


REFLECT – ORGANIZE – BUILD

Reflektieren – steht für die kritisch-reflexive und intersektionale Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Verhältnissen und besonders Lebensrealitäten von BPoC-Studierenden.

Organisieren – steht für Vernetzung und Organisation in Hochschulgruppen. Sowie die Kenntnis über Strukturen in der Hochschulpolitik als auch in der Hochschule aus studentischer Perspektive.

Räume schaffen – steht für vielseitigen Austausch innerhalb BPoC-Studierenden sowie Strukturen und Räume schaffen für intersektionale BPoC-Interessen.

Veranstalter: FormiertEuch BPoC-Hochschulkonferenz

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Freitag, 16. 06. um 19:00 | Raum 1102

Jonathan Eibisch: Wozu Postanarchismus?

Neues zur anarchistischen Theorieentwicklung

bibderfreienSeit den 2000ern wird vor allem im englischsprachigen Raum systematisch eine Verbindung zwischen poststrukturalistischem Denken und anarchistischen Gesellschaftstheorien betrieben, die langsam aber stetig vorangebracht wird. Schnittpunkte wurden von Anarchist_innen gleichwohl schon viel früher ausgemacht, wobei die Erneuerung des Anarchismus eine Infrage-stellung seiner klassischen Annahmen beinhaltet - dies betrifft beispielsweise Menschenbilder, Ideen der Aufklärung oder das Geschichtsverständnis. Postanarchismus beschreibt jedoch keine "neue" anarchistische Strömung, sondern stellt einen Versuch zur Selbstreflexion dar.
Der Vortrag führt in postanarchistische Grundgedanken ein, um ihre Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die postanarchistische Perspektive wird insbesondere anhand der Begriffe Subjekt, Widerstand, Emanzipation, Staat, Hegemonie und (Anti-)Politik entfaltet, um sie anschließend gemeinsam zu diskutieren. Vortrag mit Diskussion,Eintritt frei.

Veranstalter: Bibliothek der Freien. Anarchistische Bücherei im Haus der Demok

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Donnerstag, 22. 06. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal und Foyer

1 Jahr Duterte

Wie umgehen mit den Widersprüchen in der politischen Situation auf den Philippinen?

rls-22-6Die Philippinen halten viele Rekorde: Sie sind mit den über 7000 Inseln ist eines der 18 Länder mit der größten Biodiversität der Welt, extrem reich an mineralischen Ressourcen und gleichzeitig scheint die gesellschaftliche Schere zwischen radikaler Armut und unglaublichem Reichtum nirgends so ausgeprägt wie hier. Das Land ist stark von den Klimaveränderungen betroffen und hält laut Global Witness mit den meisten Morden an Menschenrechts - und Umweltaktivist*innen den 2. Platz weltweit (hinter Brasilien). Dieser Rekord wurde im vergangenen Jahr trauriger Weise verteidigt.
Im Juni 2016 übernahm Rodriguo Duterte das Präsidentenamt. Im Wahlkampf versprach er unter anderem die Korruption in der Regierung zu beenden, umweltschädigende Minen stillzulegen, Friedensverhandlungen mit den bewaffneten kommunistischen Guerillakämpfer*innen aufzunehmen und den Drogenhandel zu beenden. Dutertes Kampf gegen die Drogen führt zu andauernden Morden und Menschenrechtsverletzungen an den Ärmsten der Gesellschaft und stellt einen unerträglichen Aspekt seiner Amtsführung dar.
Aber auch andere, oftmals unvorhersehbare politische Manöver stellen die Zivilgesellschaft vor neue Herausforderungen. Dazu gehört die Ablehnung der bei vielen Umweltaktivist*innen beliebten Ministerin für Umwelt und Ressourcen Regina Lopez im Mai 2017 und die Neubesetzung des Amtes durch einen Mann aus den Reihen des Militärs.
Politische Erklärungsmuster scheinen nicht zu greifen und fordern auch von der politischen Linken neue Positionierungen und Handlungsansätze. Darüber wollen wir mit Vertreter*innen der philippinischen Zivilgesellschaft und Asienexpert*innen diskutieren: Wie ist die Situation auf den Philippinen nach einem Jahr Präsidentschaft von Rodrigo Duterte zu beurteilen? Welche politischen Tendenzen sind zu erkennen? Und was bedeutet die aktuelle Entwicklung für Europa und die politische Arbeit hier und dort?

Darüber möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen - Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Anmeldungen und Rückfragen bitte bis zum 10.06. an Philip Degenhardt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung unter philip.degenhardt@rosalux.org
Im Anschluss daran findet vom 23. - 25.06.17 das Jahresseminar zum 30-jährigen Bestehen des philippinenbüros in Bonn statt (mehr Infos unter www.philippinenbuero.de).

Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Philippinenbüro, PowerShift e.V.

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Freitag, 23. 06. um 18:30 | Robert-Havemann-Saal

"Ostwind – Soziale Kämpfe gegen Massenentlassungen und Betriebsschließungen in
Ostdeutschland 1990–1994"

Tagung am 23. & 24. Juni 2017 mit Zusatzveranstaltungen am 25. Juni

VA-Ostwind
Der AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West lädt ein zur Tagung

"Ostwind – Soziale Kämpfe gegen Massenentlassungen und Betriebsschließungen in
Ostdeutschland 1990–1994"


Vor 25 Jahren, am 20.Juni 1992, fand in der Berliner Kongresshalle am Alexanderplatz die 1. Konferenz Ostdeutscher und Berliner Betriebs- und Personalräte statt. Sie wurde zum Ausgangspunkt des selbstorgani-sierten Versuchs eines Branchen und Regionen übergreifenden Wider-standes von Belegschaften in ganz Ostdeutschland gegen die Treuhandanstalt und ihre Politik der Privatisierung der ostdeutschen Wirtschaft.
Zugleich bildete die auf dieser Konferenz gegründete Initiative Ost-deutscher und Berliner Betriebsräte, Personalräte und Vertrauensleute die Spitze einer viel breiteren, politisch agierenden, sozialen Protestbewegung von Belegschaften, Betriebsräten, Vertrauensleuten, lokalen wie regionalen Gewerkschaften in Ostdeutschland, an der auch Teile der Erwerbslosenbewegung beteiligt waren.
Während jedoch über die verheerenden Folgen der Politik der Treuhand zahlreiche Bücher und Artikel veröffentlicht wurden, sind die Protest-bewegungen – mit Ausnahme des monatelangen Kampfes der Kali-Kumpel und ihrer Frauen in Bischofferode – weitgehend vergessen. Es ist höchste Zeit, sich dieser vergessenen Bewegung wieder zu zuwenden, zumal Ostdeutschland namentlich von jungen Aktivist/innen häufig nur als Hort von Rassismus und Nationalismus wahrgenommen wird.
Die Privatisierungspolitik der Treuhandanstalt in Ostdeutschland zu Beginn der 1990er Jahre wird heute in Ländern wie Griechenland fortgesetzt, wo ebenfalls der Ausverkauf der Reichtümer des Landes im Interesse des deutschen und europäischen Kapitals betrieben wird.
Wenn wir über den betrieblichen Widerstand und die Ursachen der Niederlage in Ostdeutschland vor 25 Jahren sprechen, werden wir auch darüber diskutieren müssen, ob und welche Lehren es für die Kämpfe
von Beschäftigten und Gewerkschaften heute gegen diese Politik gibt.
Obwohl im Zentrum der Tagung die Initiative Ostdeutscher und Berliner Betriebsräte, Personalräte und Vertrauensleute steht, wollen wir zugleich die Vielfalt des Widerstandes von Belegschaften, Betriebsrät/innen und Gewerkschaften der frühen 1990er Jahre im Osten deutlich machen.

Bernd Gehrke, Willi Hajek, Renate Hürtgen
(AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost- West)

Die Tagung wird unterstützt von:
Arbeitskreis Internationalismus in der IG Metall Berlin;
Bundeskoordination Internationalismus (BUKO);
Redaktion express;
Labournet Germany;
Zeitschrift Arbeit. Bewegung. Geschichte;
Zeitschrift Sozial. Geschichte. Online.

Sie wird finanziert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt und der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte.

Die Auftaktveranstaltung wird vom Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung getragen und finanziert.

Weitere Infos über https://geschichtevonuntenostwest.wordpress.com

Tagungsablauf:

23.6.2017, Freitag

18.30 Uhr: Auftaktveranstaltung zur Tagung, "Ostwind" - Soziale Kämpfe in Ostdeutschland zwischen 1990 und 1994
Ort: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin, Havemannsaal;
Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

24.6.2017, Sonnabend

10 Uhr: Die Initiative Ostdeutscher Betriebsräte, Personalräte und Vertrauensleute; Vortrag und Podium
14.30 Uhr: Gewerkschaften und betriebliche Interessenvertretungen Anfang der 1990er Jahre im Osten
17 Uhr, Abschlusspodium, Betriebliche, überbetriebliche und gewerkschaftliche Kämpfe damals und heute
Tagungsort: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin, Havemannsaal
Veranstalter: AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West

25. 6. 2017, Sonntag

10.00 bis 12.00 Uhr, Industrie- und sozialgeschichtliche Stadtwanderung durch die ehemalige Industrieregion Oberschöneweide; nur nach Anmeldung von mind. 8 Personern, unter: bernd.gehrke@web.de
Veranstalter: AK Geschichte und Industriesalon Schöneweide

25.6.2017, Sonntag

15 bis 17 Uhr, Buchvorstellung: Rolf Geffken, "Kampf ums Recht. Beiträge zum komplizierten Verhältnis von Politik, Arbeit und Justiz" Jörn Boewe und Willi Hajek diskutieren mit dem Autor über den notwen- dig kritischen Umgang mit dem Recht, wenn sich das Kräfteverhältnis zwischen Kapital und Arbeit zugunsten der Beschäftigten ändern soll.
Veranstaltungsort: Mehringhof, Gneisenaustraße 2a, 10961 Berlin, Blauer Salon
Veranstalter: AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West

Genauer Ablauf unter: https://geschichtevonuntenostwest.wordpress.com

Veranstalter: AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt, Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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Samstag, 24. 06. um 14:00 | Raum 1102

Sichere E-Mailkommunikation

Workshop zur E-Mailverschlüsselung mit PGP für Einsteiger

Gnupg_logoPretty Good Privacy (PGP) ist der Standard zur E-Mailverschlüsselung schlechthin. Im Jahr 1991 entwickelt, hat er den Test der Zeit bis heute bestanden, gerade im Bereich der Kryptographie eine nicht zu unterschätzende Leistung.
Im Rahmen des Workshops werden kurz die zugrunde liegenden Prinzipien erklärt, hauptsächlich soll es aber um die PGP-Einrichtung und dann um das verschlüsselte Kommunizieren selbst gehen. Wir sind auf Windows und Linux vorbereitet, bringt eure Laptops und Kuchen oder Kekse mit! Einen Windows-Laptop stellen wir zur Verfügung, Kaffee und Tee haben wir vor Ort. (Eintritt frei)

Veranstalter: Bibliothek der Freien. Anarchistische Bücherei im Haus der Demok

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Donnerstag, 29. 06. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal

Beware of the bad Snowdens

Vesper – Menschenrechte aktuell

Seitdem im Juni 2013 mit Hilfe des Whistleblowers Edward Snowden die ungeheuren Ausmaße der weltweiten Überwachungsprogramme der Five-Eyes-Geheimdienste an das Tageslicht kamen, wurde viel über die Recht- und die Verhältnismäßigkeit dieser Praktiken diskutiert. Es stehen aber noch andere, sehr wichtige Fragen im Raum, die nur selten angesprochen werden.

Die amerikanischen und britischen Geheimdienste geben jedes Jahr Milliarden zur Entwicklung von Überwachungs- und Schadsoftware aus und haben Zigtausende von Servern im Internet mit Hintertüren versehen. Tausende von Mitarbeitern bei den Geheimdiensten und ihren Dienstleistern sind an diesen Programmen beteiligt. Edward Snowden hat gezeigt, dass ein einzelner entschlossener Innentäter über Jahre hinweg völlig unbemerkt diese Geheimnisse kopieren und mit nach Hause nehmen kann. Seine Motivation war es, die Öffentlichkeit aufzurütteln.

Doch wie viele "Bad Snowdens" gibt es, die die Einbruchswerkzeuge der Geheimdienste verkaufen oder zu ihrem eigenen Profit nutzen? Wer garantiert, dass diese Werkzeuge nicht abhandenkommen können. In jüngster Zeit wurden ganze Werkzeugkisten von CIA und NSA von Unbekannten im Internet veröffentlicht. Sind die Aussagen des Staates, die Sicherheit im Internet erhöhen zu wollen, glaubwürdig, wenn der Staat gleichzeitig in Computerprogramme investiert, die das Netz unsicherer machen? Wie groß ist die Gefahr für den Staat, die Demokratie, die Wirtschaft und die einzelnen Bürger*innen? Wurde jemals das Risiko gegen den Nutzen abgewogen?

Über diese und andere Fragen wollen wir uns mit Fachleuten aus der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft und der Politik unterhalten.

Veranstalter: Internationale Liga für Menschenrechte, Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte, Humanistische Union e. V.

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Veranstaltungen

Sa, 27. 05. um 11:00

„Sind wir noch zu retten?
Heutige Herausforderungen und die UN-Nachhaltigkeitsziele“

Oekumenischer Ratschlag

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Mo, 29. 05. um 16:30

The Apology

Filmvorführung mit Frau Gil Won-ok und Diskussion

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Mo, 29. 05. um 19:00

Südkorea – Antimilitarismus und Kriegsdienstverweigerung in einem geteilten Land

Vortrag und Diskussion

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Das ganze Programm...

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