Aktuelles
Willkommen
Veranstaltungsprogramm
Unsere Ausstellungen
Organisationen im Haus
Mitmachen
Bildungsangebote
Publikationen
Unser Newsletter
Die Stiftung
Spenden für die Vielfalt
Projekte des Hauses
Räume mieten
Kontakt und Anfahrt
English
 

 

 

 

Hier finden Sie unsere aktuellen Veranstaltungen. Soweit nicht anders gekennzeichnet, ist der Eintritt frei. (Uns ist allerdings noch nie zu Ohren gekommen, dass Spenden abgelehnt worden wären...)


Donnerstag, 31. 05. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal

Fit für die Informationsgesellschaft mit der DSGVO?

Vesper - Menschenrechte aktuell

Nach langen Verhandlungen in der Europäischen Union und endlosen Verzögerungen durch die Bundesregierung trat im Mai 2016 die Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Ab dem 25. Mai 2018 muss sie angewandt werden. Sie soll im Internet die Rechte der einzelnen Benutzer*in und die Pflichten von Unternehmen und Behörden mit unseren Daten regeln. Sie legt den Rahmen fest, in dem EU-Mitgliedstaaten künftig den Datenschutz formulieren können. Sie legt auch Mindestanforderungen fest und sie soll für die Bürger den Datenschutz und den Schutz ihrer Privatsphäre verbessern.

So heißt es in den Werbetexten der Europäischen Union und der Bundesregierung über die DS-GVO. Aber stimmt das? Was ändert sich durch die Datenschutz-Grundverordnung für die Menschen, Behörden, Institutionen und Unternehmen? Kann die Datenschutz-Folgenabschätzung Gefahren für die Betroffenen verhindern? Ist die Datenschutz-Grundverordnung ein geeigneter Rahmen für die Informationsgesellschaft? Welche schon jetzt erkennbaren Nachteile hat sie?

Über diese und ähnliche Fragen diskutieren wir mit

Julian Jaursch
(Politischer Referent, Digitale Gesellschaft e.V.)

und

Prof. Dr. Hartmut Aden

(Professor für Öffentliches Recht, Europarecht, Politik- und Verwaltungswissenschaft, Hochschule für Wirtschaft und Recht [HWR] Berlin)

Unter dem Motto "Menschenrechte aktuell" veranstalten die Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte, die Internationale Liga für Menschenrechte und die Humanistische Union e.V. jeweils am letzten Donnerstag des Monats einen Diskussionsabend mit Brot und Käse, Wasser und Wein.

Veranstalter: Internationale Liga für Menschenrechte, Humanistische Union e. V. und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

GO TOP
 

Freitag, 08. 06. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal

Gegen das Arbeitsgesetz und seine Welt!

Wie weit reicht der „lange französische März 2016“?

Cover-LT-VorderseiteEin halbes Jahrhundert nach dem Mai 68 kommt es in Paris und anderen französischen Städten 120 Tage lang zu breiten Protesten, Streiks, Blockaden und Mobilisierungen gegen die neoliberale Politik der französischen Regierung. Akteur*innen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten und Kämpfen beteiligen sich. Sie sammeln sich auch auf Straßen und Plätzen, wo sie gemeinsam über ein anderes Frankreich, über eine andere Gesellschaft diskutieren. Der Autor des Buches Gegen das Arbeitsgesetz und seine Welt. Der lange französische März 2016, Davide Gallo Lassere - Aktivist, Philosoph, Ökonom - der in Paris im März 2016 dabei gewesen ist und sich auch am weiterhin massiven Aufbegehren beteiligt, stellt uns diese Kämpfe und die Akteure vor, analysiert Hintergründe und diskutiert mit uns Perspektiven.

Buchvorstellung und Diskussion mit: Davide Gallo Lassere (Paris)

Mod.: Renate Hürtgen (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West)

Das im Verlag Die Buchmacherei erschienene Buch von Davide Gallo Lassere ist für 7.50 EUR am Abend erhältlich.

Veranstalter: AK Geschichte und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

GO TOP
 

Freitag, 15. 06. um 15:00 | Robert-Havemann-Saal und Foyer

(K)Ein bisschen Frieden...
(k)ein bisschen Bewegung...
Wie kann die Entwicklungspolitik zu einer friedlicheren Welt beitragen?

Jahresveranstaltung nord-süd-brücken

SNSB_logo_lang4hks43_2-logo222 gewaltsam ausgetragene Konflikte (darunter 20 Kriege der höchsten Eskalationsstufe) zwischen Staaten oder innerhalb von Staaten, zwischen unterschiedlichen Gruppierungen, religiös, ideologisch, materiell oder ethnisch motiviert – so lautet die Bilanz des „Konfliktbarometer 2017“ vom Heidelberger Institut für internationale Konfliktforschung.

Syrien, Jemen, Afghanistan, Irak, Kongo, Äthiopien, Somalia, Myanmar, Philippinen, Mexiko, Ukraine... Dies sind nur einige Länder, in denen Kriege und gewaltsame Konflikte Hunderttausende Tote und unendliches Leid für die Bevölkerung bedeuten. Vertreibung, Flucht und Zerstörung der Infrastruktur sind die Folgen. Die betroffenen Menschen sind häufig traumatisiert.

Nur: Warum bleibt hierzulande die Empörung aus, die Entrüstung, die Wut? Warum gibt es keine Massendemonstrationen, Blockaden, Sit-Ins? Wo sind die Aufnäher „Schwerter zu Pflugscharen“? Warum gibt es heute keine Anti-Kriegs- und Friedensbewegung, wie sie Mitte der 60er Jahre unter dem Eindruck des Vietnamkrieges in den USA, Europa, Japan und anderen Ländern entstanden ist? Wer zum Vietnamkrieg schweigt, muss sich klar sein, dass er eine Politik des Völkermordes unterstützt, hat damals der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) 1965 geschrieben. Warum entrüstet sich niemand über die kontinuierlichen deutschen Waffenexporte in Konfliktregionen, zum Beispiel in die Türkei, nach Mexiko oder nach Saudi-Arabien? Ende der 70er Jahre und Anfang der 80er Jahre gingen Hunderttausende gegen das atomare Wettrüsten auf die Straße. Die Ostermärsche waren Anfang der 80er Jahre beeindruckende Manifestationen für den Frieden, heute sind sie nur noch ein Schatten ihrer selbst.

Zugegeben: Die Beschaffenheit von inner- und zwischenstaatlichen Konflikten und Kriegen hat sich über die Jahrzehnte verändert. Die Konstellationen von Gegnern und Konfliktparteien sind unübersichtlicher geworden. Die Unübersichtlichkeit und Komplexität vieler Konflikte (z.B. im Kongo) ist ein Grund, warum es nicht mehr so einfach ist, Partei zu ergreifen und friedenspolitisch zu mobilisieren. Menschen engagieren sich dann für den Frieden, wenn sie eine Perspektive, einen Friedensplan, eine Roadmap sehen.

Und dennoch: Die geringe Empörung gegenüber den heutigen Kriegen ist ebenso erklärungsbedürftig wie das überschaubare Engagement für Frieden in der Politik, in der Bevölkerung und auch in der entwicklungspolitischen Zivilgesellschaft.


Der Vortrag

Dr. Martina Fischer ist langjährige Friedensforscherin am Berghof Forschungszentrum für konstruktive Konfliktbearbeitung und gegenwärtig Referentin für Frieden und Konfliktforschung bei Brot für die Welt. In ihrem Vortrag wird sie sich mit den oben genannten Fragen der Veränderung von Konflikten und Entwicklungen der Friedensbewegung ebenso beschäftigen wie mit der Frage nach der Verbindung von entwicklungs- und friedenspolitischer Arbeit. Hierbei
wird sie auch den Ansatz von Brot für die Welt für „einen gerechten Frieden“ vorstellen. Abschließend wird sie zentrale friedenspolitische Herausforderungen benennen und Voraussetzungen skizzieren, so dass friedenspolitisches Engagement verbreitert und eine „Bewegung“ in Gang gesetzt werden könnte.

Die Podiumsdiskussion

Im zweiten Teil der Veranstaltung wird ein Podium mit zivilgesellschaftlichen und staatlichen Vertreter*innen aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutieren, wie unter den Bedingungen von Krieg und gewaltsamen Konflikten eine Solidarität mit und Unterstützung der Bevölkerung und der betroffenen Gruppen aussehen kann? Wer sind die Akteure, die unterstützt werden sollen? Und wie können vor allem Frauen in solchen Prozessen gestärkt werden, da ihre zentrale Einbindung in Friedensprozesse diese nachhaltiger und erfolgreicher machen? Was kann aber auch von hier aus getan werden, um Kriege zu delegitimieren und Frieden zu etablieren? Was mobilisiert die Menschen heute dazu, sich für Frieden einzusetzen? Und ist das Nachhaltigkeitsziel 16 (nachhaltige, friedliche Gesellschaften) ein entwicklungspolitischer Ansatzpunkt für friedenspolitisches Engagement?

Ihre Beteiligung

Wir laden Sie herzlich ein, an diesem Nachmittag mitzudiskutieren und zu überlegen, wie in der entwicklungspolitischen Arbeit die friedenspolitische Wirksamkeit erhöht werden kann.


Programm


14.45 Uhr
Ankommen und Begrüßungskaffee

15.00 Uhr
Begrüßung
Kerstin Ramirez-Voltaire Ratsvorsitzende der Stiftung Nord-Süd- Brücken

15.15 Uhr
Vortrag
Entwicklung, Gerechtigkeit und Frieden – Wie motiviert man für Globales Engagement?
Dr. Martina Fischer, Friedensforscherin Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst


15.45 Uhr
Diskussion

16.15 Uhr
Kaffee

16.45 Uhr
Podiumsdiskussion
Make love not war – Wie kann Entwicklungspolitik Engagement für Frieden stärken?
• Yasmine Merei, syrische Schriftstellerin, Journalistin, Vorsitzende der Women or Common Spaces Initiative
• Dr. Jens Kreuter, Geschäftsführer, Engagement Global gGmbH
• Christof Starke, Geschäftsführer Friedenskreis Halle e.V.
Moderation:
Andreas Rosen, Stiftung Nord-Süd-Brücken

17.30 Uhr
Diskussion

18.00 Uhr
Fingerfood

Damit wir besser planen können, bitten wir um Anmeldung – telefonisch, per e-mail oder Fax – bis zum 8. Juni 2018. Ihre Anmeldung gilt als bestätigt, wenn Sie nichts Gegenteiliges von uns hören. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und Ihr pünktliches Erscheinen.

Veranstalter: stiftung nord-süd-brücken

GO TOP
 

Dienstag, 19. 06. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal

„Wer Hitler wählt, wählt den Krieg!“

Eine Annäherung an Liselotte Herrmann zum 80. Jahrestag ihrer Hinrichtung

logo-vvnbda„Was uns Lilo Herrmanns Leben unvergesslich macht, sind weder Briefe noch Reden, noch irgendwelche anderen Aufzeichnungen, sondern ihr Schweigen, ein hartnäckiges, nicht zu durchbrechendes Schweigen

“So begann Stephan Hermlins Würdigung des Lebens von Liselotte Herrmann in seinem 1951 erschienenen Buch „Die erste Reihe“ mit 31 Porträts von Antifaschistinnen und Antifaschisten, die von den Nazis ermordet wurden. Friedrich Wolf widmete ihr ein biografisches Poem, vertont von Paul Dessau in einem Melodram. Straßen und Schulen waren in der DDR nach ihr benannt. In Berlin-Prenzlauer Berg gibt es noch immer eine Liselotte-Herrmann-Straße, gar nicht weit entfernt vom Haus der Demokratie und Menschenrechte.

Anlässlich des 80. Jahrestages ihrer Hinrichtung am 20. Juni 1938 erinnern wir an Lilo Herrmann, die junge Frau und Mutter, die, aufgewachsen in einer gutsituierten Ingenieursfamilie und vielseitig naturwissenschaftlich und künstlerisch begabt, für eine sozial gerechte Gesellschaft und gegen die Nazis Stellung bezog und sich nach deren Machtantritt umso überzeugter in die illegale antifaschistische Arbeit einreihte. Trotz der Geburt ihres Sohnes Walter am 15. Mai 1934 setzte sie die illegale Tätigkeit zunächst in Berlin, ab Herbst 1934 in Stuttgart fort, wo sie schnell wieder Kontakt zu antifaschistischen Kreisen fand. Sie übermittelte Informationen über geheime Rüstungsproduktionen Deutschlands in die Schweiz – Grundlage für Veröffentlichungen über die Kriegsvorbereitungen Hitlerdeutschlands.
Die Gestapo verhaftete sie am 7. Dezember 1935.

Die Nazi-Justiz brauchte mehr als 18 Monate, um den Prozess vorzubereiten. Nach der Verkündung des Todesurteils am 12. Juni 1937 war Liselotte Herrmann noch ein Jahr lang Gefangene im Berliner Frauengefängnis in der Barnimstraße, zuletzt in der Todeszelle in Berlin-Plötzensee. Die Verhöre gingen weiter, aber durch ihre Standhaftigkeit erhielten die Nazi-Behörden von ihr keine andere Antifaschisten belastenden Angaben.

Trotz großer internationaler Proteste wurde Lilo Herrmann als erste deutsche Mutter eines Kleinkindes von den Nazis hingerichtet. Ein Grab wurde verwehrt – die Leiche ging ans anatomische Institut der Charité zu Lehr- und Forschungszwecken. Das Leben dieser lebensbejahenden, klugen, mutigen und standhaften Frau endete noch vor ihrem 29. Geburtstag.

Veranstalter: Berliner VVN-BdA, Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte und ProKiez Bötzowviertel

GO TOP
 

Freitag, 22. 06. um 19:00 | Raum 1102

Marie Lührs: Milly Witkop-Rocker und Emma
Goldman – eine feministisch-jüdische
»Wahlverwandtschaft«?

Vortrag und Diskussion

bibderfreien-swIn den Biografien von Goldman und Witkop-Rocker lassen sich auf den ersten Blick viele Verbindungen finden: Beide stammten aus jüdischen Communities in Osteuropa, machten die Erfahrung früher (selbständiger) Migration und waren in jungen Jahren bereits zu Lohnarbeit gezwungen.
Zudem waren sie internationalistisch, feministisch und vor allem anarchistisch. Inspiriert von Studien zu Gustav Landauer und Erich Mühsam, sollen die Ergebnisse vergleichender biographischer Forschung im Fall von Goldman und Witkop-Rocker vorgestellt werden.

Veranstalter: Bibliothek der Freien. Anarchistische Bücherei im Haus der Demokratie

GO TOP
 

Samstag, 23. 06. um 19:00 | Seminarraum II (Vorderhaus, 2. OG)

90 Jahre MAX WATTS: Weltweiter Einzelgänger (besser: Einzelsegler!), Kriegsdienstgegner, Flüchtlingshelfer

Info-Veranstaltung

Er war Mitarbeiter beim "Informations-Dienst zur Verbreitung unterbliebener Nachrichten", dem ersten alternativen überregionalen deutschsprachigen Wochenblatt (1973 bis 1981), erforschte die Rüstungsproduktion von Heckler & Koch hinter verschlossenen Türen, griff im Redaktionsraum stets zum härtesten Brot: "Wenn ich's schneiden kann, kann ich's auch essen."

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus einem weltumspannenden Aktivistenleben: Watts war als Thomas (Tomi) Schwaetzer in Wien geboren. Wegen der Nazis ging er nach Paris, London, New York, Israel. In den 1970er Jahren half er US-Soldaten, die den Vietnam-Krieg verweigerten, per Segelboot in internationale Gewässer: "RITA" (Resistance Inside The Army) steuerte Korsika an...

Später unterstützte Watts nichtzugelassene Geflüchtete und Armuts-Einwanderer*innen beim Versuch, aus den umgebenden pazifischen Inseln nach Australien zu gelangen. Kostenlose Flucht- und Einwanderungshelfer für die Ärmsten, wieder per Segelboot.
Sein "Soldaten-Archiv" ist im Internationalen Archiv für Sozialgeschichte in Amsterdam (International Institute of Social History, IISG) untergebracht, wo wir auch das Manuskript des "Kommunistischen Manifests" von Karl Marx sehen können.

Richard Herding von ID Medienpraxis hat mit Watts im "ID" Frankfurt a.M gearbeitet. Seine Präsentation stützt sich auch auf die Arbeit von Markus M. Schlotterbeck im ID Berlin zur Erhaltung von Watts' weltweitem Material aus den heißesten Epochen des späten 20. Jahrhunderts.

Anmeldung bitte unter:

kritik@idmedienpraxis.de oder 030/20166296, aber auch spontane Teilnahme willkommen. Eintritt frei, Spenden gestattet.

Veranstalter: Informationsdienst: für kritische Medienpraxis

GO TOP
 

Mittwoch, 27. 06. um 09:30 | Robert-Havemann-Saal

Lebendige Flüsse für Europa

Tagung

gllogo300Von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Fachgespräch: aquatische Biodiversität

Die Umweltpolitik der EU steht am Scheideweg: Achtzehn Jahre nach dem Inkrafttreten der Wasserrahmenrichtlinie unterzieht die Europäische Union ihre Wasserpolitik einer Überprüfung. Ein sogenannter Fitness-Check der einschlägigen Richtlinien soll zeigen, ob die Ziele des Gewässerschutzes für die Flora, Fauna und Ökologie der Binnen- und Küstengewässer, für die chemische und mengenmäßige Qualität der Wasserressourcen und die Ziele für ein nachhaltiges Wassermanagement erreicht wurden: Ist die gegenwärtige Wasserpolitik in der Lage, den angestrebten „guten Zustand“ der Gewässer zu erreichen oder nicht? Und
was folgt aus den Ergebnissen: Werden die Umweltstandards abgesenkt oder wollen wir den Gewässerschutz endlich ernstnehmen?

Im Sommer 2018 haben Bürgerinnen und Bürger EU-weit die Möglichkeit, sich mit Stellungnahmen an einer öffentlichen Konsultation zum Fitness-Check der Wasserpolitik zu beteiligen.

Die GRÜNE LIGA und ihre Partner setzen sich dafür ein, dass der Schutz unserer Gewässer die politische Priorität erhält, die ihm gebührt: Als eine Querschnittsaufgabe, die auch in den Agrarsubventionen, der Energiepolitik und der Binnenschifffahrt verankert wird.

Im Anschluss von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Einführungsvorträge und Podiumsdiskussion
Wohin steuert die Umwelt- und Wasserpolitik der EU?

Das Seminar ist eine Veranstaltung der GRÜNEN LIGA e.V. Bundeskontaktstelle Wasser im Rahmen des Projekts „WRRL-Review“.
Dieses Projekt wurde gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages. Die Verantwortung für den Inhalt dieser
Veröffentlichung liegt bei den Autorinnen und Autoren.

Kontakt:
Michael Bender, GRÜNE LIGA e.V., Bundeskontaktstelle Wasser
Tel.: +49 (0)30 - 40 39 35 -30; E-Mail: wasser@grueneliga.de; Internet: www.wrrl-info.de

Veranstalter: GRÜNE LIGA e.V. - Netzwerk ökologischer Bewegungen

GO TOP
 

Samstag, 30. 06. um 12:00 | Robert-Havemann-Saal

1968–2018: Der Prager Frühling
Erinnerung, Erkenntnisse, Kontroversen

OFFENE GESCHICHTS-WERKSTATT

schriftzug-KUHRS-a-2--002-„Ohne Demokratie, ohne Freiheit ging und geht nichts“

Die Jugendrevolte von 1968 liegt 50 Jahre zurück. Jenseits des Boulevards der aktuellen Erinnerung an die kulturellen Umbrüche, Impulse und Folgen und des damit verbundenen weltweiten Protestes lädt das (im Aufbau befindliche) GESCHICHTS-KOLLEG der Kurt und Herma Römer Stiftung zu dieser Arbeitstagung ein, um den Blick auf die politische Reformbewegung der 1960er-Jahre in der damaligen Tschechoslowakei zu richten. Diese Bewegung war Teil des globalen 1968 und hat antiautoritäre und radikaldemokratische gesellschaftliche Strömungen in Ost und West inspiriert.

Was ist davon übriggeblieben?

Einerseits gilt das „brutale Ende des ‚Prager Frühlings‘ im August 1968 als Symbol der gescheiterten Versöhnung von Demokratie und Sozialismus“.1

Andererseits „steht der ‚Prager Frühling‘ exemplarisch für einen Knotenpunkt in der Endgeschichte des Realsozialismus.“ In einem Atemzug mit dem Euro-Kommunismus wird er als „letzte Chance für den Sozialismus im 20. Jahrhundert“ eingeordnet.2 Im Mittelpunkt der Tagung stehen das Scheitern der ReformerInnen in der Kommunistischen Partei (KPdTsch) und der demokratischen Bewegungen in der 1968er-Tschechoslowakei sowie die Frage: Was haben der Aufstieg und schlussendliche Niedergang der eurokommunistischen Strömung mit den Entwicklungen und der Vorgeschichte des ‚Prager Frühlings‘ zu tun?

Herma und Kurt Römer hatten eine besondere Verbindung in diese Reformbewegungen der 1960er- und 1970er-Jahre hinein. Beide waren menschlich und politisch eng verbunden mit überlebenden tschechoslowakischen Häftlingen des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück, insbesondere mit der Journalistin Hanka Housková. Diese blieben mit ihrer Bitte an die Lagergemeinschaften ihrer europäischen Kameradinnen im KZ um Solidarität gegen den militärischen Einmarsch des „Warschauer Paktes“ am 25. August 1968 nahezu ungehört.

Ihre anschließende weitgehende Isolation und Diffamierung in der tschechoslowakischen Gesellschaft, deren Medien, der KPdTsch und der Gewerkschaften hielt bis 1990 an. Der Stalinismus hat auch hier seinen langen Schatten geworfen.

Das Schicksal der Ravensbrücker Häftlingsfrauen nach der Niederschlagung des ‚Prager Frühlings‘ hat die Kurt und Herma Römer Stiftung zu dieser offenen Arbeitstagung angeregt. Ohne eine solche Erinnerungsleistung können die Suche nach gesellschaftlichen Alternativen im globalen Kapitalismus und die Stärkung von Autonomie und Emanzipation nicht gelingen.
1) Norbert Frei, 1968, Jugendrevolte und globaler Protest, München 2017, Seite 189
2) Christoph Lieber, Von der „Kunst des Aufstandes“ zum Ausbleiben „sozialistischer Regierungskunst“, in: Supplement der Zeitschrift „Sozialismus“ (Hamburg 12/2017), Seite 15
Die Teilnahme ist kosten- und gebührenfrei.

PROGRAMM

Ab 11:00 Uhr Anreise mit spätem Kaffee oder Tee und Imbiss

12:00 Uhr Begrüßung | Eröffnung mit einer Erinnerung an Herma Römer, ihren Mann Kurt und deren Verbindung zur Tschechoslowakei und zu den Menschen des Prager Frühlings • Aline Zieher (Hamburg)

12:30 Uhr 1960er-Vergegenwärtigung | Offene Fragen und offene Rechnungen: Prag 1968 für die Linke in Ost und West – zum Anliegen dieser Tagung • Andreas Bachmann (Hamburg, Mitglied der Redaktion „express“) und Christoph Speier (Vorstand der Kurt und Herma Römer Stiftung, Hamburg)

13:00 Uhr „Demokratischer Sozialismus und Sozialistische Demokratie“ – Prag 1968 Entstehung, Dynamik und Scheitern der Reformbewegung des Prager Frühlings. Bedeutung für die zeitgenössische demokratische Linke • Bernd Gehrke, Ökonom (Berlin, vormals Vereinigte Linke, Robert-Havemann-Kreis, Bündnis kritischer GewerkschafterInnen Ost/West)

14:30 Uhr Pause (mit Mittagsimbiss)

15:15 Uhr Die Impulse des Prager Frühlings für den Eurokommunismus
• Dr. Francesco di Palma, Historiker (Berlin, FU Berlin)

17:00 Uhr 25. August 1968 – Ein ungehörter Ruf nach Solidarität – Widerstand und Schicksal der ehemaligen tschechoslowakischen Häftlinge des KZ Ravensbrück als Beispiel zu Beginn der sogenannten Normalisierung der CSSR.
• Pavla Plachá, Historikerin (Prag, Doktorandin an der Universität in Hradec Králové, Mitarbeiterin des Instituts für das Studium totalitärer Regime, Mitbegründerin des Geschichtsbüros Prag)

18:30 Uhr Resümee und Ausblick
Ende ca. 19:00 Uhr

Ein besonderes Angebot danach:

EXKURSION
Sonntag, 1. Juli 2018,
zum Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide,
Britzer Straße 5,
12439 Berlin
www.dz-ns-zwangsarbeit.de

Führung um 12:00 Uhr

(Mitnahmemöglichkeit mit Privat-PKW um 11:15 Uhr ab Bushaltestelle „Friedrichshain“|u.a. M200)

Die Dauerausstellung des Dokumentationszentrums Schöneweide gilt als Modell für einen in geringerem Umfang in Hamburg-St. Pauli geplanten Erinnerungsort an die NS-Zwangsarbeit 1941–1945 in Hamburg, insbesondere im Hafen und auf dem Kiez.

Anmeldungen zur Tagung erbeten an:

kontakt@kurt-und-herma-roemer-stiftung.de

oder per Post:

Kurt und Herma Römer Stiftung
Postfach 50 08 42
Jagdgrund 12
22708 Hamburg

Telefon (für Rückfragen) 0800 787 28 54

Anmelder*innen erhalten bei Angabe einer Postadresse eine Bestätigung und Anfang Juni eine Mappe mit Materialien zur Arbeitstagung. Die spontane Teilnahme Interessierter ist erwünscht.

Informationen zur Stiftung: www.kurt-und-herma-roemer-stiftung.de

Veranstalter: Kurt und Herma Römer Stiftung

GO TOP
 

 

 

Veranstaltungen

Do, 31. 05. um 19:00

Fit für die Informationsgesellschaft mit der DSGVO?

Vesper - Menschenrechte aktuell

mehr...


Fr, 08. 06. um 19:00

Gegen das Arbeitsgesetz und seine Welt!

Wie weit reicht der „lange französische März 2016“?

mehr...


Fr, 15. 06. um 15:00

(K)Ein bisschen Frieden...
(k)ein bisschen Bewegung...
Wie kann die Entwicklungspolitik zu einer friedlicheren Welt beitragen?

Jahresveranstaltung nord-süd-brücken

mehr...


Das ganze Programm...

Newsletter

facebook

Kontakte

Impressum