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Bitte beachten: Wir sind kein Museum. Saal und Foyer werden während der Ausstellungslaufzeiten auch immer wieder für Veranstaltungen genutzt. Wer ganz sicher gehen will, kann sich anmelden oder den Ausstellungs- mit einem Veranstaltungsbesuch kombinieren.


Aktuelle Ausstellung:

vom 16. 02. 2017 bis 16. 03. 2017 | Robert-Havemann-Saal & Foyer
werktags von 10:00 - 17:00 & nach Vereinbarung

Jenseits der Grenzen -
Erkundungen bei den vergessenen Flüchtlingen des Süd-Kaukasus

Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 16.02. um 19:00 Robert-Havemann-Saal & Foyer

Flucht und Vertreibung sind hochaktuelle Themen, und dies nicht erst seit Menschen auch in Deutschland und Europa verstärkt Zuflucht suchen. Menschen müssen vor Kriegen und bewaffneten Auseinandersetzungen fliehen – manchmal wird ihr Schicksal wahrgenommen, manchmal nicht.
Auch nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden Menschen zu Flüchtlingen und suchten aufgrund aufflammender Konflikte nach neuen Lebensorten. 26 Jahre später sind viele von ihnen immer noch nicht angekommen.
Vom September 2014 bis Februar 2015 reiste der Fotograf Jan Zychlinski auf den Spuren dieser Vertriebenen durch den Süd-Kaukasus; durch Armenien, Georgien, nach Berg-Karabach und Aserbaidschan. Viele der sogenannten IDPs (Internally Displaced People) leben auch heute noch am Rande der Gesellschaften, die sie aufnahmen. In Lagern, Sammelunterkünften, den sogenannten Collective Houses (Kasernen, Krankenhäusern u.ä.) oder neugebauten Siedlungen.
Die bewegenden Schwarz-Weiß-Aufnahmen zeigen eine Realität, die in Westeuropa kaum bekannt ist. Diese Portraits aus einer scheinbar anderen Welt zeugen von Menschen, die nicht nur „vergessen“ wurden – ihr Schicksal war niemals in dem Maße präsent, wie sie es verdient hatten. Damit stehen sie exemplarisch für Millionen andere „vergessene“ Leben.

Die Ausstellung wurde von den „Freundinnen und Freunden der Heinrich-Böll-Stiftung“ unterstützt.

Veranstalter: Prof. Jan Zychlinski und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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Vorschau:

Dilemmata der Freiheit

vom 19. 03. 2017 bis 06. 04. 2017 | Robert-Havemann-Saal & Foyer
werktags von 10:00 - 17:00 & nach Vereinbarung

Gruppenausstellung

„Totalitäre Herrschaft drosselt nicht bloß bürgerliche Freiheiten oder vernichtet wesentliche Freiheiten. Sondern sie hat, sofern wir wissen, auch nie darin Erfolg, die Liebe zur Freiheit in den Herzen des Menschen gänzlich auszurotten. Sie zerstört die einzige wesentliche Vorbedingung für alle Freiheiten, nämlich die Fähigkeit zur Bewegung, die ohne Raum nicht existieren kann.”

Hannah Arendt, The Origins of Totalitarianism, A Harvest Book – Harcourt, San Diego/ New York/London 1985, S. 466.

Politik bestimmt nicht nur unsere Gesellschaft sowie soziale Beziehungen; sie prägt auch die Konstruktion unseres Geistes - wie wir denken, agieren und reagieren. Sie beeinflusst unser Verhalten zur Freiheit, als auch unser Verlangen nach dieser.

Wird in der heutigen Zeit über das Dilemma von Freiheit gesprochen referiert dies zu uns selbst: Die Risiken der freien Entscheidung, die Angst vor Verantwortung, der Druck eines Einzelnen sich innerhalb einer neuen Ära zurechtzufinden. Freiheit ist nicht gleichzusetzen mit Glück. Um Freiheit zu praktizieren benötigt das Individuum einen starken Willen sowie eine aktive Rolle um sich gleichermaßen individuell wie gesellschaftlich zu verwirklichen.
Freiheit initiiert verschiedene Imaginationen der Zukunft dieser Welt als auch ein anderes Verständnis der Gegenwart. Dies ist die innere Dynamik demokratischer Systeme, und erlaubt der Gesellschaft mit Unsicherheiten, Herausforderungen und Krisen zurechtzukommen.

Diese Ausstellung ist kein "Künstlergespräch" über Politik oder Freiheit, sie ist eine Simulation von Einzelpersonen die sich mit der Umsetzung von Freiheit im realen Leben befasst. Das künstlerische Werk jedes teilnehmenden Künstlers wird durch eine Reihe von freien Entscheidungen fortgeführt, so wie Menschheitsgeschichte fortgeführt wird. Die Besucher sind eingeladen an dieser Veranstaltung interaktiv teilzunehmen, durch Gespräche über aktuelle Ereignisse, bspw. US-Wahlen, Brexit, Bedrohung durch den IS, Flüchtlingspolitik, TTIP, Globalisierung, Überwachung usw., um somit zu verstehen ob wir in der Lage sind überhaupt Verantwortung zu übernehmen. Was wir hatten, haben und haben werden, sowohl in einem selbst als auch innerhalb der Gesellschaft, sind Übungen für die individuelle Freiheit.

Über die Kuratorin
Danyang Zhao lebt und arbeitet in Berlin als Medienkünstlerin, Kuratorin und Expertin für interkulturelle Kompetenz. Aufgrund ihrer chinesischen Wurzeln ist der Schwerpunkt ihrer Interessen der Übergang von autokratischen zu demokratischen Systemen, welche konzeptualisiert Teil Ihrer Ausstellungen und Projekte sind. Als Dokumentarmedienkünstler verfolgt sie aufmerksam soziale Aktivitäten als auch politische Themen, sowohl in China als auch in Deutschland, mit der Kamera. Als interkulturelle Forscherin befasst sie sich mit der Änderung von Werten in Zeiten der Globalisierung und dem Einfluss auf die Politik. Die Ausstellung "Dilemma der Freiheit" präsentiert eine Weiterentwicklung ihrer kuratorischen Arbeit: Kunst wird angewandt als eine Methode zur Simulation politisch-psychologischer Prozesse innerhalb sozialer Untersuchungen; gleichzeitig ist die soziale Untersuchung nicht auf Papier gebracht, sondern Teil eines Dokumentarvideos.
Participating artists:

Kai Teichert http://www.kaiteichert.de/
Work KÖNIGSWIESE
Gedankenacker zum Dilemma der Freiheit
Kohle auf Baumwollnessel, 285 x 510cm

Lan Hungh http://www.somos-arts.org/lan-hungh/
Work Interactive Performance
Democracy in application

Barbara Eitel http://www.barbaraeitel.de/
Work Menschen und Freiheit
Papierschnittzeichnung

Meng Huang http://www.literaturfestival.com/archive/participants/kuenstler/meng-huang
Work 1. International Face
Oil on Canvas 220 x 280cm
Work 2. Naked Protest
Photography of art project

Janine Gerber http://janinegerber.de/
Work Paper Installation with projecting

Chen Shuyun http://danyangz.wix.com/chen
Work The boss of first aid station
Drawing on canvas 150 x 70cm

Chen Shuyun
Ilse Winckler http://www.bcauer.de/
http://www.ilse-winckler.de/
Work http://planspiel-huette.tumblr.com/
Documents and segments of project “Planspiel Hütte”



In English

Dilemmas of Freedom

Group Exhibition

„Totalitäre Herrschaft drosselt nicht bloß bürgerliche Freiheiten oder vernichtet wesentliche Freiheiten. Sondern sie hat, sofern wir wissen, auch nie darin Erfolg, die Liebe zur Freiheit in den Herzen des Menschen gänzlich auszurotten. Sie zerstört die einzige wesentliche Vorbedingung für alle Freiheiten, nämlich die Fähigkeit zur Bewegung, die ohne Raum nicht existieren kann.”

Hannah Arendt, The Origins of Totalitarianism, A Harvest Book – Harcourt, San Diego/ New York/London 1985, S. 466.

Politics is not only ruling our society and interpersonal relationship, but also defining the construction of our mind, how we think, act, and react. It influence our attitude to freedom, and is derived from our appeal to freedom too.

Today, when we talk about the dilemmas of freedom, we actually talk about ourselves: the risk of making free decision, the fear of taking responsibility, the stress of finding one’s own way in a new era. Freedom is not welfare. In order to practice freedom, individual must have strong will and action to fulfill one’s faith both in life and society. Freedom initiates various imaginations on the future of the world and different understanding of the present. This is the intrinsic dynamics in democratic system and it enables human society to deal with uncertainty and stand with challenges and crisis.

This exhibition is not an “artist talk” about politics or freedom, but to simulate how individual spirits practice freedom in real life. There we would enlighten our visitors by presenting how art piece is proceeded with by each participating artist through a serie of free choices, as well as how human history is brought forward. Moreover, each visitor is invited, not only to enjoy art on the exhibition, but also to take part of interactive program to reflect on our time together: discuss about the US election, Brexit, the threat of ISIS, the settlement of refugees, the argument of TTIP and globalization, the digital surveillance and so on, look into ourselves and see if we are prepared to take responsibility of making decision for the confusing issues in front of us. Whatever, what we had, have, and are going to have, both inside of us and outside in human society, are all about how we practice our individual freedom.

Background of curator

Danyang Zhao is a Berlin-based media artist, curator and intercultural expert. Because of her Chinese origin, there is always an emphasis being made on the transition from autocratic to democratic system conceptualized in her exhibitions and projects. As a documentary media artist, she follows social activities and political issues both in China and Germany with her camera; as an intercultural researcher, she focuses on value changing in the time of globalization and the possible influence of it on politics. The exhibition “dilemmas of freedom” presents a recent progress of her curatoring: art is applied as a method to simulate political-psychological process in social research, and at the same time, social research is not constructed in paper, but in a documentary video.

Veranstalter: Danyang Zhao (Kuratorin), Kai Teichert, Lan Hungh, Barbara Eitel, Meng Huang, Janine Gerber, Chen Shuyun, Ilse Winckler und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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Fr, 10. 03. um 19:00

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